• vom 23.09.2015, 16:28 Uhr

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    Zum Artikel von Reinhard
    Heinisch, 19. September

    Evo Morales hat mit westlichen Populisten nichts zu tun


    Der hier gebotenen Analyse des Populismus kann ich weitgehend zustimmen, allerdings: Es ist völlig unverständlich, wie Sie in die Reihe der europäischen und US-amerikanischen Populisten auch Evo Morales, den Präsidenten Boliviens, stellen können.

    Zwar treffen einige Merkmale, die Sie nennen, auch auf Morales zu, er ist zum Beispiel zweifellos eine strahlkräftige Führungsfigur, aber die Situation in Bolivien ist eine völlig andere als in Europa oder in den USA. 70 Prozent der Bevölkerung Boliviens sind Indios, doch seit der Eroberung Lateinamerikas hatten immer Vertreter der kleinen weißen Oberschicht die wirtschaftliche und politische Macht in den Händen. Boliviens Menschen wurden, wie die aller anderen Länder Lateinamerikas, zugunsten der Europäer unterdrückt und ausgebeutet.

    Evo Morales hat Bolivien umgekrempelt.

    Evo Morales hat Bolivien umgekrempelt.© reuters/David Mercado Evo Morales hat Bolivien umgekrempelt.© reuters/David Mercado

    Morales ist der erste Präsident der Mehrheitsbevölkerung, und er hat alle nachfolgenden Wahlen mit großem Abstand gewonnen. Er hat die reichen Gasvorkommen des Landes verstaatlicht, eine moderate Landreform und zahlreiche soziale Reformen durchgeführt. Seine Fähigkeit, das Land zu regieren, stellt er seit 2006 unter Beweis. Als er sein Amt antrat, sagte er, gestützt auf die große Mehrheit der Bevölkerung: Das ist das Ende einer 500-jährigen Diskriminierung. Was hat diese historische Veränderung mit rechten Schreihälsen bei uns zu tun?



    Herbert Berger,

    1060 Wien

    Auf der Flucht vor Armut, Hunger, Durst und Not

    Politiker, wie Viktor Orbán, HC Strache & Co sollten die richtigen Begriffe verwenden. Sie sprechen von Wirtschaftsflüchtlingen, meinen aber Armutsflüchtlinge. Leute, die vor Armut, Hunger, Durst, Krankheit und Not flüchten. Wirtschaftsflüchtlinge hingegen sind Leute, die ihr Vermögen in der Schweiz, in Liechtenstein, Luxemburg, auf den Kanalinseln und an ähnlichen Orten verstecken. Sowie Unternehmen, die ihre Produktionsstätten in Gewinnabsicht ohne Rücksicht auf die Arbeitslosigkeit hierorts in den Osten verlagern. Das sind die echten Wirtschaftsflüchtlinge.

    Peter Jürß,

    1160 Wien

    Zur Analyse von Walter Hämmerle, 19. September

    In Österreich läuft
    so manches schief

    So hervorragend der Aufsatz ist: Solche auf den Punkt bringenden Aufsätze gibt es - Entschuldigung -zum Saufüttern. Jeder nickt und niemand tut etwas. Ist die Flüchtlingskrise ein Beispiel dafür, wie das Volk die Zügel in die Hand nimmt und Lösungen herbeiführt und dabei die Regierung einfach ignoriert? Scheint so.

    Christine Delnicki,

    per E-Mail

    Der VW-Konzern
    steckt in einer Krise

    Man kann alle Menschen einige Zeit lang betrügen, man kann manche immer betrügen, aber man kann nicht alle Menschen immer betrügen. Es würde mich nicht wundern, wenn Ferdinand Piëch zuletzt am besten lacht und die Zeit der Macht von Martin Winterkorn bei VW zu Ende geht.

    Dietrich Traitler,

    per E-Mail




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    Dokument erstellt am 2015-09-23 16:33:09



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