• vom 04.04.2016, 12:08 Uhr

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Update: 04.04.2016, 12:39 Uhr

Leserbriefe

Leserbriefe: Haus der Geschichte, Eliten, Flüchtlinge




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    Rudolf Gelbard, Überlebender des KZs Theresienstadt. - © Foto: Wikimedia Commons/Christian Michelides

    Rudolf Gelbard, Überlebender des KZs Theresienstadt. © Foto: Wikimedia Commons/Christian Michelides

    Österreich und sein "Haus der Geschichte"

    Totalitäre Regime kann man leicht daran erkennen, dass sie Schulklassen zum Aufputz von Demonstrationen mobilisieren. So marschierte die 5A des G 16 zum Heldenplatz. Als wir am Ring waren, war der Heldenplatz voll, und wir kletterten auf die Ringstraßenbäume. Ich habe weder Hitler auf dem Balkon gesehen noch seine größte Meldung vor der deutschen Geschichte gehört. Aber seither wird immer wieder Hitler auf dem Balkon vorgeführt.

    Mit großem Vergnügen sah ich vor einigen Monaten einen anderen Redner auf dem Balkon, nämlich Rudi Gelbard, einen KZ-Überlebenden, der vom Hitler-Balkon seine Botschaft verkündete: "Den Hitler, der unser Land zerstören ließ, hat der Teufel geholt. Ich aber lebe noch und konnte am Wiederaufbau unserer Heimat mitwirken!"

    Wenn wir ein Haus der Geschichte schaffen, dann will ich lieber Rudi Gelbard mit seiner Botschaft auf dem Balkon sehen. Ich meine, dass die Zweite Republik in einem gebührenden Ausmaß dargestellt und nicht auf die Hitler-Rede über die "Heimführung" seiner Heimat ins Großdeutsche Reich reduziert wird.

    Dr. Heinz Kienzl,

    1130 Wien

    Zum Interview von Thomas Seifert und Saskia Blatakes, 26. März

    Eliten haben den Kontakt zur Bevölkerung verloren

    In diesem sonst ausgezeichneten Beitrag wird leider die Krise der Meinungseliten ausgespart. Diese haben in den vergangenen Monaten das Vertrauen breiter - nicht elitärer - Bevölkerungsschichten verloren. Das ist wegen der langfristigen Wirkung mehr als ein Kollateralschaden.

    Franz Kumpfmüller,

    1020 Wien

    Eine Residenzpflicht für Flüchtlinge?

    Subsidiär Schutzberechtigte (so es solche im eigentlich für Asylverfahren unzuständigen Österreich überhaupt geben dürfte) sind keine Flüchtlinge, für die Artikel 26 der Genfer Flüchtlingskonvention Freizügigkeit vorsieht, sondern Personen, die eben kein Asyl erhalten, aber nicht abgeschoben werden können. Für sie kann es Residenzpflicht geben, nicht aber für anerkannte Flüchtlinge.

    Anton Zonger,

    per E-Mail

    Die Unterbringung von Flüchtlingen

    Über die Aufteilung von Flüchtlingen wird oft mit viel Demagogie oder/und Unkenntnis der Situation diskutiert.

    "Gutmeinende" bringen vor, Österreich könnte noch mehr tun, weil viele (kleine) Gemeinden keine Flüchtlinge aufgenommen haben. Aber, das zeigt die Erfahrung, die wenigsten Flüchtlinge wollen in die "Einschicht". Will man sich also über die Wünsche der Flüchtlinge hinwegsetzen?

    Und die Akzeptanz von Flüchtlingen? Die ist groß, wenn es um Flüchtlingsfamilien geht. Sie ist weniger groß, wenn es um junge Männer geht und diese in größeren Gruppen untergebracht werden sollen, und schon gar nicht in kleinen Siedlungen.

    Dr. Peter Lang,

    per E-Mail

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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2016-04-04 12:14:05
    Letzte nderung am 2016-04-04 12:39:24



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