• vom 22.09.2016, 14:58 Uhr

Leserforum

Update: 22.09.2016, 15:05 Uhr

Leserbriefe

Leserforum: Ceta, Frauen, Schule




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Konsumentenschutzaktivisten protestieren in Wolfsburg gegen das Abkommen Ceta.

    Konsumentenschutzaktivisten protestieren in Wolfsburg gegen das Abkommen Ceta.© Foto: reuters/Fabian Bimmer Konsumentenschutzaktivisten protestieren in Wolfsburg gegen das Abkommen Ceta.© Foto: reuters/Fabian Bimmer

    Ceta schon fix - oder doch nicht?

    Das kanadisch-europäische Freihandelsabkommen Ceta ist vielen unklar bis gleichgültig. Sonst wären die Demonstrationen dagegen viel stärker ausgefallen. Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel und Hannes Androsch beispielsweise sind dafür, trotz offener Punkte oder Schwachstellen. Dass nach siebenjährigen Verhandlungen Klarstellungen und Nachverhandlungen notwendig erscheinen, lässt Schlüsse über die Art der Verhandlungen beziehungsweise die Verhandler zu, die wohl wenig schmeichelhaft sind. Etwas grundsätzlich sehr Positives ist offenbar durch Geheimniskrämerei und verbale Unklarheiten und Hintertüren sehr beschädigt worden. Falls es Zusatzprotokolle, Nachträge, eine Art Beipackzettel geben sollte, dann wäre zu fragen, ob diese dann in der Praxis auch mehr sein werden als nur schmückendes Beiwerk.

    Und überhaupt: Hatte und hat Österreich ein großes Gewicht bei dieser wichtigen Entscheidung? Der einzelne Bürger kann es nicht wissen, ist jedenfalls verunsichert. Das Ganze offenbart einen enormen Vertrauensverlust, das ist sehr, sehr bedauerlich.

    Karl Brunner,

    9020 Klagenfurt

    Zum Gastbeitrag von Peter Biwald, 21. September

    Erhöhung der Lebensqualität

    Danke für diesen Gastbeitrag von Peter Biwald! Ich meine, dass es heute schon einige bis zur Umsetzungsreife fertige Entwicklungskonzepte für ländliche Regionen gibt, es aber oft am politischen Willen fehlt, sie mutig umzusetzen.

    Es wäre demokratiepolitisch wünschenswert, wenn diesen innovativen Projekten, die, meist für ein besseres gesellschaftliches Zusammenleben im Sinne eines sozial-ökologischen Wandels konzipiert, auch ein großes Marktpotenzial haben könnten, von politischer Seite größere Aufmerksamkeit geschenkt würde.

    Ilse Kleinschuster,

    per E-Mail

    Kaum Frauen in Chefetagen

    Die Statistik zeichnet ein trauriges Bild. Die Gründe scheinen nicht in der Ausbildung zu liegen. Es scheint, als ob die Arbeitskulturen noch an Familienfreundlichkeit dazugewinnen müssten, damit es Frauen ohne überliefertes schlechtes Gewissen sich zutrauen können, eine Führungsposition anzunehmen.

    Die Anzahl der Firmengründerinnen ist im Vergleich dazu im zweistelligen Bereich gestiegen. Ein gutes Potenzial, um Führungskräfte für später zu finden.

    Gisela Ebermayer-Minich,

    per E-Mail

    Schule soll Stärken fördern

    Die Verantwortlichen der Schulreform sollten sich vielleicht daran erinnern, was sie in ihrer Schulzeit selbst empfunden haben. Mit gegenseitigem Blockieren bestimmt man nur andere zum Verlierer. Nämlich die betroffenen Kinder. Man darf aber niemals vergessen, worum es wirklich geht.

    Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Unsere Gesellschaft orientiert sich leider daran, menschliche Schwachstellen aufzudecken. Dem müsste bereits während der schulischen Ausbildung Einhalt geboten werden. Talente herauslocken und fördern, muss die einzig logische Devise lauten. Wer bei seinen Stärken unterstützt wird, dem dürfte es zumeist leichter fallen, eventuelle Schwachstellen auszubessern. Jeder Schüler hat das Recht, dass seine Stärken erkannt und gefördert werden. Dafür braucht es pädagogischen Spürsinn und die notwendigen Rahmenbedingungen - und eben auch die notwendigen finanziellen Mittel.

    Menschen, denen erlaubt wird, ihre eigenen Talente öffentlich auszuleben, werden unter Garantie auch weniger auf die Schwächen anderer schauen. Das wäre vielleicht der richtige Schritt, um der vorhandenen Neidgesellschaft ein wenig entgegenzuwirken.

    Peter Fuchs,

    4063 Hörsching

    Werbung



    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
    Dokument erstellt am 2016-09-22 15:02:05
    Letzte ńnderung am 2016-09-22 15:05:35



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Leserforum: Ceta, Frauen, Schule
    2. Leserforum: Mindestsicherung, Abgasskandal
    3. Leserforum: Wahl, EU, Sitten
    4. Leserforum: Bauern, Wahlverschiebung
    5. Leserforum: Lügen, Asyl
    Meistkommentiert
    1. Leserforum: Wahl, EU, Sitten

    Werbung