• vom 19.10.2016, 12:20 Uhr

Leserforum

Update: 19.10.2016, 12:37 Uhr

Leserbriefe

Leserforum: Ceta, Banken, USA




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Eine Kundgebung in Wien gegen das Freihandelsabkommen Ceta. - © Foto: apa/Roland Schlager

    Eine Kundgebung in Wien gegen das Freihandelsabkommen Ceta. © Foto: apa/Roland Schlager

    Worum es bei Ceta in Wirklichkeit geht

    Ceta wird zwar als Handelsabkommen bezeichnet, aber nur 100 Seiten von 700 Seiten Vertragstext entsprechen einem normalen Handelsabkommen. Der Rest des Vertrages soll die wahre Absicht der Vertragsinitiatoren sicherstellen. Denn der Handelsaustausch zwischen der EU und Kanada ist nicht derart bedeutend, dass ein solches Monsterabkommen erforderlich wäre.

    In Wirklichkeit geht es um anderes! Und das ist die Möglichkeit der Prozessführung gegen die Staaten der EU unter der Androhung von Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe, wenn Konzerninteressen beeinträchtigt erscheinen. Und entschieden werden soll von einem Tribunal, auf dessen Zusammensetzung die Kläger bedeutenden Einfluss haben und das nicht an unsere Gesetze gebunden ist, sondern seine eigenen Regeln hat. Und wie werden die Prozesse aussehen? Klagen werden amerikanische Großkonzerne mit Tochterfirmen in der EU. Und sie werden darauf klagen, dass in der EU amerikanische Verhältnisse hergestellt werden müssen. Und das heißt, dass die sozialen Errungenschaften, die Europa Amerika voraushat, abgeschafft werden und dass nationale Sonderregelungen abgeschafft werden müssen. Wollen wir das?

    Dr. Peter F. Lang,

    per E-Mail

    Wer zahlt das Bankenpaket?

    Das Bankenpaket zahlt zu Recht der Steuerzahler. Die Hypo Alpe Adria als Hauptverursacher war eine Landesbank. Hauptaktionär war das Land Kärnten und damit der Kärntner Steuerzahler. Dass nicht nur die Kärntner, sondern alle österreichischen Steuerzahler zur Kasse gebeten werden, liegt nicht an "den Banken".

    Dr. Anton Schmeikal,

    per E-Mail

    Zum Artikel von Brigitte Borchhardt-Birbaumer, 12. Oktober

    Japans Öffnung gegenüber dem Westen

    Die zeitliche Zuordnung stimmt meines Erachtens nicht. Die Öffnung Japans begann erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die Shungas aber fallen noch in die ausgehende Edo-Zeit, die auch mit einem ökonomischen Aufstieg des Städtebürgertums verbunden war, das in der sozialen Hierarchie des alten Japan am untersten Ende angesiedelt war. Der Begriff Shunga kam dann erst in der Meiji-Restauration auf, die Entstehung der Shungas ist aber früher anzusiedeln. Da in der Edo-Zeit der Kontakt mit dem Westen höchst limitiert und Ausfuhr von Kunst oder wissenschaftlichen Publikationen mit dem Tod bedroht war, kann das Verbot der Shungas nicht auf dem Image Japans im (verachteten) Westen beruhen.

    Gerold Wallner,

    per E-Mail

    Noam Chomskys Kritik an der US-Politik

    Noam Chomsky sagt, was wir auch denken. Er spricht von "Obamas globaler Mordstrategie". Er ist der erste Friedensnobelpreisträger, der eine Mordstrategie verfolgt. Was ist dieser Preis noch wert? Wird Hillary Clinton auch noch Friedensnobelpreisträgerin, nachdem sie Donald Trump besiegt hat?

    Trixi Landman,

    per E-Mail





    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2016-10-19 12:23:06
    Letzte Änderung am 2016-10-19 12:37:52



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Leserforum
    2. Leserforum
    3. Leserforum
    4. Leserforum
    5. Leserforum

    Werbung




    Werbung


    Werbung