• vom 10.01.2017, 14:53 Uhr

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Update: 10.01.2017, 15:02 Uhr

Leserbriefe

Leserforum: Kopftuchverbot, Klosterneuburg, Dirty Campaigning










    Das Kopftuch in der Schule soll verboten werden. - © Foto: apa/dpa/Frank Rumpenhorst

    Das Kopftuch in der Schule soll verboten werden. © Foto: apa/dpa/Frank Rumpenhorst

    Meinung zum Kopftuchverbot

    Bis vor wenigen Jahren war es österreichische politische Doktrin, dass ein Kopftuchverbot nicht in Frage käme, weil in Österreich die Trennung von Kirche und Staat nicht im klassischen Sinn gegeben, sondern das Staatskirchenrecht komplexer ist. Schon damals war ich keine Anhängerin des Kopftuchtragens. Trotzdem haben mich die Aussagen zur Einführung eines Kopftuchverbots im öffentlichen Dienst von Integrationsexperten und Regierungsberater Dr. Heinz Fassmann und von Integrations- und Außenminister Sebastian Kurz verstört. Dies aus drei Gründen: wegen des Inhaltes, wegen der Argumentation und wegen des Verhältnisses von Experte/Berater und Politiker.

    Inhaltlich, weil die Integration von anerkannten Flüchtlingen, Aufenthaltsberechtigten und Asylwerbern mangelhaft verläuft, mehr Ankündigungspolitik und wenig Umsetzung feststellbar ist. Das Thema Kopftuchtragen im öffentlichen Dienst ist dabei nicht zentral, sondern eine Flucht vor den Problemen. Man mag es mögen oder - wie ich - nicht, aber niemand wird durch das Tragen eines Kopftuchs behelligt.

    Ferner scheint mir das Argument unverständlich, dass man durch ein Kopftuchverbot die Emanzipation muslimischer Frauen befördern könnte. Emanzipiert wird man nicht, sondern Emanzipation muss man sich, wie das Recht, erkämpfen. Und dies dauert lange, wie die bei Weitem noch nicht erreichte reale Geschlechtergleichheit unter lange hier ansässigen Österreichern zeigt.

    Schließlich lassen die Aussagen beider Akteure das allzu enge Verhältnis zwischen dem Experten, der gleichzeitig auch Berater ist, und dem Politiker erkennen. Aufseiten des Politikers wird Denken, Überlegen und Verantwortung mehr und mehr an den Experten delegiert. Auf Seite des Experten nimmt die Identifikation mit dem Auftraggeber zu, auch der Druck, seinen politischen Erfolg zu fördern und es damit allen recht machen zu wollen, die dieser für die Mehrheit der Wähler hält.

    Dr. Elsa Hackl,

    1020 Wien

    Klosterneuburg in der Nähe Wiens

    Den Bezirk Wien Umgebung aufzulösen, ist an und für sich aus organisatorischen und Kostengründen zu befürworten. Klosterneuburg als Statutarstadt war nur ein Gedanke. Altbürgermeister Dr. Gottfried Schuh hat schon vor Jahren erkannt, dass das schwer zu finanzieren ist.

    Dipl.-Ing. Peter Hofbauer schlug den Anschluss an Wien aus nachstehenden Gründen vor:

    1. Wien ist um zwölf Kilometer näher als Tulln.

    2. Verkehrsverbund Ost Zone 1, derzeit Zone 2.

    3. Der soziale Wohnbau - Klosterneuburg hat kaum für junge Menschen leistbare Wohnungen.

    4. Die stationäre ärztliche Versorgung.

    5. Die Investitionskraft Wiens. Beispiel: 1954 bekamen wir in unserer Gasse Stadtgas (Wien), 2015 den Kanal.

    6. Berufsfeuerwehr.

    7. Personelle Verringerung des Gemeinderates.

    8. Die Wiener ÖVP, gestärkt durch die ÖVP Klosterneuburgs, wäre für die SPÖ Wiens ein stimmenstärkerer Koalitionspartner als die Grünen.

    Jedoch wurde in St. Pölten absolutistisch ohne die Einwohner zu befragen für Klosterneuburg zu Tulln entschieden.

    Ing. Werner Einfalt,

    per E-Mail

    Hickhack nach Vorwürfen des Dirty Campaigning

    Würde man bei sämtlichen Parlamentariern ihr Privatleben lückenlos durchforsten, so würden sehr viele Sitze unbesetzt bleiben. Wer hat in seinem Leben noch nie einen Fehler begangen?

    Mit solchen Aktionen vergrault und entfernt man sich nur von der Bevölkerung. Hier gibt es weit wichtigere Themen die uns Interessieren. Dies ist mit ein Grund, warum es eine solche Politverdrossenheit gibt.

    Franz Hahn,

    per E-Mail

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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-01-10 14:59:05
    Letzte ńnderung am 2017-01-10 15:02:22


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