• vom 13.10.2017, 12:42 Uhr

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    Wahltag ist in Österreich. - © fotolia/alphaspirit

    Wahltag ist in Österreich. © fotolia/alphaspirit

    Jugendliche müssen für
    Politik begeistert werden

    Am kommenden Sonntag, 15. Oktober werden die Nationalratswahlen stattfinden. Die meisten meiner Schulkollegen, die - so wie ich - bei dieser Wahl das erste Mal mitentscheiden dürfen, wissen noch nicht, wen sie wählen werden. Viele wissen nicht, ob sie wählen werden. Manche wissen nicht, was ein Nationalrat ist und wen oder was sie überhaupt wählen können.


    Warum? Weil jeder, der sich nicht in seiner Freizeit mit Politik auseinandersetzt, mit großer Wahrscheinlichkeit nicht einmal die Hauptunterschiede der Parteien aufzählen kann - bestenfalls alle im Parlament vertretenen Parteien. Politische Bildung wird zwar offiziell im Geschichtsunterricht bearbeitet, in der Realität aber nur, wenn es den Lehrern ein persönliches Anliegen ist. Das heißt wenig bis gar nicht.

    Die negativen Auswirkungen der Abwesenheit dieses Schulfachs zeigen sich bereits seit Jahren: eine Abnahme der Wahlbeteiligung, die Zunahme des Erfolgs der Populisten. Das alles zeugt von mangelnder Aufklärung in jungen Jahren.

    Natürlich ist das Interesse da! Es gibt nichts Spannenderes, als selbst über die Dinge mitzubestimmen, die einem tagtäglich begegnen. Das Fach Politische Bildung darf keineswegs eine trockene Stunde Frontalunterricht sein. Wir Schüler müssen lernen, zwischen vertrauenswürdigen und falschen Daten zu unterscheiden und uns eine eigene Meinung zu bilden. Das Interesse muss unbedingt bereits vor dem 16. Geburtstag geweckt werden. Nach der ersten Wahl, nachdem man ins eiskalte Wasser geschmissen wurde, ist es schließlich auch zu spät.

    Adina Gahr,

    8054 Graz

    Die Kurden im Irak streben nach Unabhängigkeit

    Die ganze Problematik der Kurdenfrage rührt doch daher, dass nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zerfall des Osmanischen Reiches sich England und Frankreich dessen Gebiete mittels willkürlicher Grenzziehung unter den Nagel gerissen haben.

    Jetzt besteht die historische Chance, dieses brutale Verhalten zu korrigieren. Der Irak ist doch massiv vom Westen abhängig, also sollte die Initiative zu einem unabhängigen Kurdistan von uns unterstützt werden. Falls sich dann andere Kurdengebiete anschließen wollen, sollte uns das nicht beunruhigen. Das Vorgehen der türkischen oder der syrischen Regierungen gegen die kurdische Minderheit im eigenen Land macht diese Unabhängigkeitsbestrebungen nur zu verständlich.

    Dr. Dieter Scholz,

    1040 Wien

    Weltkonzerne zahlen in
    der EU nur wenig Steuern

    Die EU will also - "immer noch" muss man wohl sagen - 250 Millionen Euro Steuerzuckerl von Amazon zurück. Richtiger müsste es Luxemburg zurückfordern, es war sein Deal. Der Wille dazu scheint nicht groß zu sein, das sieht man daran, wie sich Luxemburg Zeit lässt. Ich glaube, den Fort- und Ausgang der Dinge zu kennen. Beispiel Finanztransaktionssteuer - (wirkliche) Sanktionen werden hier sicher auch nicht in Kraft gesetzt.

    Jürgen Jauch,
    4040 Linz




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    Dokument erstellt am 2017-10-13 12:48:05



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