• vom 03.01.2018, 13:58 Uhr

Leserforum


Leserbriefe

Leserforum










    Gregor Schlierenzauers Leistung in Garmisch-Partenkirchen enttäuschte. dpa/Daniel Karmann

    Gregor Schlierenzauers Leistung in Garmisch-Partenkirchen enttäuschte. dpa/Daniel Karmann



    Auch Hochleistungssportler sind nur Menschen

    Nun scheint also auch die Skisprung-Fraktion des ÖSV der "Nationale Notstand" erreicht zu haben. Während der leidgeprüfte österreichische Fan sich wohl bereits damit abgefunden hat, dass es im alpinen Sektor mit Marcel Hirscher nur noch einen Erfolgsgaranten gibt, an dem sich die österreichische Seele aufrichten kann, sorgen jetzt auch die Skispringer für einen argen Gemütsdämpfer mit dem schlechtesten Garmisch-Ergebnis seit 39 Jahren!


    Nun, es gab aber auch Zeiten, da wären wir glücklich darüber gewesen, zwei unserer Springer im zweiten Durchgang zu haben - bloß gab es damals noch nicht den Weltcup-Modus mit dem 30er-Limit.

    Im Sinne einer positiven Entwicklung ist es sicher notwendig, Analysen anzustellen und Ursachen zu erforschen. Falsch trainiert? Schlechtes Material? Mentale Defizite? Zu hohe Erwartungen? Das aber bitte ohne Schuldzuweisungen und ohne einen Aspekt aus den Augen zu verlieren: Auch Hochleistungssportler sind nur Menschen.

    Johann Ziegler,
    3400 Klosterneuburg

    Zum Artikel von Werner Reisinger, 2. Jänner

    Das Wechselspiel von
    Politik und Medien

    Ich meine, Journalisten wie Politiker haben ein Recht auf "einen Dialog auf Augenhöhe". Aber die Redaktionen sind in den vergangenen 20 Jahren personell ziemlich ausgedünnt worden, während die Politik (und die Wirtschaft) sich mit mehr Medienberatern denn je umgeben. Hier ist eine Schieflage entstanden, die schließlich den Bürgern und der Balance in der Demokratie schaden.

    Wenn die Politik sich weiter und stärker inszeniert und den klassischen Journalismus in die Schranken weist, kann Unterschiedliches passieren:

    Szenario 1: Ein größer werdender Teil der Bevölkerung wendet sich von den klassischen Medien ab und "alternativen Medien" sowie Social-Media-Kanälen zu (die dem Publikum immer mehr vom Gleichen liefern). Dies führt zumindest zu gesellschaftlicher Desintegration, vermutlich aber auch zu erheblicher politischer Radikalisierung.

    Szenario 2: Klassische Medien besinnen sich ihrer Aufgabe und greifen stärker zu investigativen Methoden als bisher, um die Inszenierungsstrategien der Politik zu durchkreuzen. In der Folge, würden sie weniger bis kein Publikum verlieren, möglicherweise neue Nutzer hinzugewinnen.

    Was macht dann die Politik?

    Fritz Hausjell,

    per E-Mail

    Eine behutsame Reform
    der Sozialversicherungen

    Ja, wir haben viele, viele bunte Sozialversicherungsträger. 60 Jahre Novellen im ASVG, BSVG und GSVG sind ein intimer Dschungel für Topjuristen. Wenn man jetzt den weitverästelten Wuschelkopf kürzen will, dann sollte man schon die besten Frisöre herbeiholen. Stammtischargumente können ein Schuss ins Knie werden.

    Eine neue Struktur muss von den besten Köpfen am demokratischen Reißbrett gut durchdacht werden. Wir brauchen eine intelligente, gerechte und visionäre Sozialversicherung, wohl auch mit föderalen und berufsspezifischen Bedarfsaspekten. Das Verschwinden der Arbeitsplätze auf dem Land, das Verschwinden der Ärzte, die einseitige Finanzierung durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge, das alles muss mitgedacht werden.

    Bitte keinen zentralistischen, intransparenten, undurchdringbaren, parteipolitisch gesteuerten Machtmoloch in einem Wiener Immobilien-Tower!

    Fritz Baumgartner,

    4222 St. Georgen/Gusen

    Scheinheilige Debatte
    um Rauchverbote

    Ich selbst bin und war immer schon Nichtraucherin, trotzdem empfinde ich das sich immer mehr überschlagende Raucherbashing als an der Grenze zur Hysterie. Wäre die Gesundheit der Österreicher das oberste Ziel, dann wären das Rauchen verboten oder Zigaretten exorbitant teuer. Dem ist natürlich nicht so, weil der Staat am Rauchen prächtig mitverdient.

    Auch Raucher verdienen Toleranz; immerhin wären bei ihnen und anderen Risikoträgern höhere Beiträge zur Krankenversicherungen fair. Trinker sind übrigens wesentlich gefährlicher als Raucher, durch Kontrollverlust, Gewaltneigung, Unfallgefahr, gesteigerte Aggression etc. Aber auch hier schneidet der Staat fleißig mit.

    Mag. Elisabeth Gruber,

    2344 Maria Enzersdorf




    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-01-03 14:02:09



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Leserforum
    2. Leserforum
    3. Leserforum
    4. Leserforum
    5. Leserforum
    Meistkommentiert
    1. Leserforum
    2. Leserforum

    Werbung




    Werbung


    Werbung