
Bisher war der 1965 geborene Unternehmer ein Unbekannter, doch sein Auftritt als Zeuge im U-Ausschuss zum mutmaßlichen Korruptionssumpf rund um BZÖ und Telekom rückte Kurt Schmied in wenig schmeichelhaftes Scheinwerferlicht. Unter Wahrheitspflicht sagte der BZÖ-nahe Werber aus, für Rechnungen über 720.000 Euro an die Telekom Austria habe er keine Leistungen erbracht, jedoch habe ihn der Tiroler BZÖ-Nationalratsabgeordnete Klaus Wittauer dazu aufgefordert. Damit belastet er das BZÖ, sagt aber: "Ich habe das nicht hinterfragt, ich war nur für das operative Geschäft zuständig." Während die Geldflüsse an Walter Meischbergers legendären Ausspruch "Wo woar mei Leistung?" erinnern, kann Schmied auf ganz andere Leistungen zurückblicken: Fünfmal war der Rennradfahrer österreichischer Staatsmeister, 1988 nahm er sogar bei Olympia in Seoul teil. Und auf der Homepage seines Fahrradklubs "La Vitesse" liest man dann unter "Was ich noch zu sagen habe" ein Lebensmotto, das für sich spricht: "Und wos hob i do davon?"
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