
(klh) Er galt eigentlich schon als tot. Nigerias Sicherheitskräfte behaupteten vor etwa zwei Jahren, dass sie den Top-Terroristen Abubakar Shekau bei einem Gefecht erschossen hätten. Doch kurz darauf tauchte der 43-Jährige plötzlich in einem Video auf und präsentierte sich als neuer Anführer der islamistischen Terrorsekte Boko Haram. Und diese hat in den vergangenen Monaten eine Blutspur durch Nigeria gezogen und dabei Kirchen in die Luft gesprengt oder Anschläge auf Märkte verübt. Das Morden forderte mehrere hundert Tote. Shekau hat auch die Verantwortung für die jüngsten Anschläge per Bekenner-Video übernommen. Der vollbärtige Terrorist hat Maschinengewehre neben sich aufgestellt, verhöhnt Nigerias Präsidenten Goodluck Jonathan wegen dessen christlichen Glaubens und droht mit weiteren Gewaltakten. Ziel der Boko Haram, was übersetzt "Westliche Bildung ist Sünde" bedeutet, ist die Errichtung eines radikal-islamischen Staates im Norden Nigerias. Ihr Anführer schreckt dabei vor keiner Grausamkeit zurück.
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