
(hes) Seinen Aufstieg zum Topmanager verdankt Kazuo Hirai einem ausgeprägten Spieltrieb: Der 51-jährige Japaner, Spitzname "Kaz", hat sich im Sony-Konzern seit 1995 einen Namen gemacht, indem er die Computerspielsparte (Sony Playstation) auf Profit getrimmt hat. Ab März 2011 leitete der Sohn eines Bankers die Endverbrauchersparte, zu der TV, Foto, Video und Spiele gehören.
Am 1. April 2012 hat Hirai nun von Howard Stringer, der im Juni Sony-Verwaltungsratspräsident wird, den Chefsessel übernommen. Die Zeit spielerischer Erfolge ist damit vorbei: Hirai muss den angeschlagenen Konzern, der seit vier Jahren in roten Zahlen steckt und im laufenden Geschäftsjahr mehr als zwei Milliarden Euro Verlust macht, sanieren. Der starke Yen macht dem Elektronikpionier zu schaffen. Zudem schwächelt die TV-Sparte, und bei Smartphones hat Sony gegenüber Samsung und Apple den Anschluss verloren. Am 12. April stellt "Kaz" seinen Sanierungsplan vor. Laut Medienberichten sollen weltweit 10.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, rund sechs Prozent der Belegschaft.
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