
Ehrgeizig, gewieft und eine große Macherin - das sind die Attribute, mit denen Eveline Widmer-Schlumpf landläufig bedacht wird. Die 56-Jährige ist seit 1. Jänner nicht nur Schweizer Finanzministerin - und als solche für das Steuerabkommen mit Österreich zuständig -, sondern auch Bundespräsidentin. Während sie in der Bevölkerung hohes Ansehen genießt, hat sie sich Ende 2007 mit ihrer früheren Partei SVP überworfen: Weil sie ohne deren Zustimmung ihre Wahl in den siebenköpfigen Bundesrat (Bundes-
regierung) annahm und so die Wiederwahl des offiziellen SVP-Kandidaten Christoph Blocher verhinderte, wurde sie aus der SVP geworfen. In der Folge gründete sie die Bürgerlich-Demokratische Partei mit.
Die hohe politische Position liegt der dreifachen Mutter im Blut: Schon ihr Vater, Leon Schlumpf (SVP), war 1984 Bundespräsident. Die Tochter studierte Jus und war Anwältin und Notarin, bis sie 1998 fulminant in die Kantonsregierung von Graubünden einzog. 2008 wurde sie zur Schweizerin des Jahres gewählt und erhielt außerdem den Jurypreis des Arosa Humor-Festivals.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter