
(rie) 14 Follower auf Twitter, 21 "Gefällt mir" auf Facebook (Stand: Montag 13 Uhr) - keine wirklich berauschenden Quoten für einen "Ober-Piraten", wo die Partei doch gerade das Internet als ihre wichtigste Plattform gewählt hat. Alexander Ofer hat es bei der Innsbrucker Gemeinderatswahl trotz der überschaubaren Fangemeinde im Netz als erster Pirat in eine österreichische Körperschaft geschafft.
Ein verschwommenes Foto des 38-Jährigen in Lederhose und mit Victory-Zeichen findet sich auf der äußerst antiquiert wirkenden Website der Tiroler Piraten (die zu Jahresbeginn wegen eines Disputs von den österreichischen Piraten ausgeschlossen wurden). "Es isch Zeit", ist - angelehnt an den Tiroler Volkshelden Andreas Hofer - als zentrale Botschaft noch zu lesen. Dass ausgerechnet Ofer Österreichs Premieren-Pirat in einem Gemeinderat ist, passt jedenfalls. Schließlich gründete der gelernte Koch laut eigenen Angaben schon 2006 den "weltweit ältesten Stammtisch einer Piratenpartei". Sechs Jahre später zieht er in den Gemeinderat ein. Es wurde Zeit.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter