
(art) Die Saison war für den FC Chelsea schon gelaufen, das Experiment mit dem als Wunderwuzzi geholten Trainer André Villas-Boas gescheitert. Es war eher dem Mangel an Alternativen zuzuschreiben, dass dessen Assistent Roberto Matteo, ein 41-jähriger Italo-Schweizer, auf den Chefposten gehievt wurde - vorübergehend, wie es heißt, weil Klub-Eigner Roman Abramowitsch lieber einen namhaften Star als Trainer sähe. Doch langsam gehen ihm die Argumente aus. Unter Di Matteo hat Chelsea eine eindrucksvolle Serie hingelegt, Barcelona aus der Champions League gekickt und sich einen Finalplatz gesichert. Di Matteo, davor eher als früherer italienischer Teamspieler und Chelsea-Profi bekannt denn als Coach, packte die abgeschriebenen Altstars bei ihrem Ehrgeiz, brachte sie auf seine Seite und Chelsea zu dem auf sicherer Defensive und schnellen Kontern aufbauenden System zurück. Die Probleme, dass eine Verjüngung notwendig und eine Mauertaktik auch nicht die Patentlösung ist, sind vorerst vertagt. Aber danach fragt angesichts des Finaleinzugs derzeit eh keiner.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter