
Da mag der Zug patriotisch "Italo" und das Unternehmen schlicht Nuovo Transporto Viaggiatori (NTV) heißen - in den Medien ist dennoch nur die Rede vom "Ferrari auf Schienen". Der 64-jährige Bologneser Luca Cordero di Montezemolo, Spross eines piemontesischen Adelshauses, investiert gut eine Milliarde Euro in Züge, die ab 28. April mit 360 km/h Spitze durch Italien brausen und der Staatsbahn Konkurrenz machen sollen. Montezemolos ganze Karriere ist eng mit Ferrari verbunden. Durch einen Anruf bei einer Radiosendung wurde Enzo Ferrari auf ihn aufmerksam und machte den Studenten 1973 zu seinem Assistenten und kurz darauf Leiter der (vor Niki Lauda wenig erfolgreichen) Rennabteilung Scuderia Ferrari. 1991 holte Fiat- und Ferrari-Eigentümer Gianni Agnelli den Juristen als Sanierer an die Spitze von Ferrari, das nach dem Tod des Patriarchen Enzo 1988 in die Krise geschlittert war. Nach dem Tod der Brüder Agnelli führte er von 2004 bis 2010 auch die Fiat Group. Zum großen Montezemolo-Firmengeflecht zählt auch das österreichische Traditionsunternehmen Gebrüder Thonet.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter