
(da) Blondierte Haare, strenge Kostüme, lediglich der markante Haarkranz fehlt. In den vergangenen Monaten hat sich Jewgenija Timoschenko (32) dem Aussehen ihrer seit Oktober 2011 inhaftierten Mutter Julia immer stärker angeglichen - aber nicht nur. Mit ihrer Kampagne in der EU und den USA für die Freilassung der Ex-Premierministerin avancierte Jewgenija zur neuen politischen Hoffnungsträgerin. Ein Status, den Mutter Julia 2004 erlangte, als sie die "Orange Revolution" mitanführte. Danach verspielte sie mit ihrem erratischen Kurs Kredit in der Ukraine; verehrt wird sie heute vor allem im Westen. Dorthin zog es ihre Tochter bereits mit 14 Jahren: Sie kam in ein Internat bei London, ein Jus-Studium an der renommierten London School of Economics folgte. Gemeinsame Zeit mit den Eltern war Mangelware. Erst nach der Verhaftung ihrer Mutter sei sie ihr nähergekommen, berichten Kiewer Medien. Jewgenija selbst sagt, sie kämpfe nicht nur für Julia, sondern für die Demokratisierung in der Ukraine. Ihre eigene Zukunft lässt sie dabei offen.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter