
(schmoe) Es sind nur noch wenige, die sich zu Syriens Machthaber Bashar al-Assad bekennen. Einer davon ist der libanesische Premier Najib Mikati. Die enge Verbindung zu dem Diktator, der seit mehr als einem Jahr gnadenlos auf Zivilisten schießen lässt, hat Mikati sogar bewogen, syrische Flüchtlinge auszuliefern. Die Folge waren schwere Ausschreitungen zwischen Gegnern und Unterstützern Assads im Libanon. Mikati versucht nun verzweifelt, sein Land, in dem die Angehörigen der verschiedenen Volksgruppen und Religionen einander unversöhnt gegenüberstehen, aus dem syrischen Konflikt herauszuhalten. Doch umsonst. Der 1955 in Tripoli geborene sunnitischen Ex-Unternehmer, der in der Telekommunikationsbrachen Millionen verdient hat, muss zusehen, wie die Tragödie auch sein Land erfasst. In den Straßen von Beirut wird wieder geschossen. Erinnerungen an die Kämpfe der Jahre 1975 bis 1990 tauchen auf. 90.000 Libanesen kamen damals ums Leben, 800.000 mussten ins Ausland flüchten.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter