
(a.r.) Spätestens, seit der enigmatische Mann hinter Unheilig im Jahr 2010 knapp 1,5 Millionen Einheiten seines Albums "Große Freiheit" verkaufen konnte, gilt "der Graf" zumindest in Deutschland als weltberühmt. Dass der Bestseller heute, Freitag, den ersten Abend des Wiener Donauinselfests als Hauptattraktion beenden darf, trifft sich also gut: Immerhin findet auf der Insel nichts weniger statt als Europas größte Freiluftveranstaltung in dieser Form. Passt nun die Musik von Unheilig zum Funfaktor des Volksfestes? Bedingt. Nach Anfängen in Gothic-Nähe hat sich zwar die Musik in Richtung Konsens zwischen Schlager und U2-Gitarren bewegt. Inhaltlich ist der Graf aber ein Popstar, dessen Songs nicht von ungefähr oft auf Begräbnissen laufen: Pathos und Nostalgie bestimmen sein Reich.
Die Botschaft ist eine Durchhalteparole, festgemacht nicht nur am Hit "Geboren um zu leben": tapfer bleiben, weitermachen; irgendwann findest auch du dein Glück. Und sei es nur das kleine, in Form eines Grillhendls und eines Krügels Bier auf der Donauinsel.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter