
(a.r.) Als vielgebuchter DJ weiß Carl Craig nicht nur, wie man die Partycrowd zum Tanzen bringt. Als Produzent und Remixer gilt der 1969 geborene Modernist vor allem als stilistischer Freigeist. Seine unter zahlreichen Projektnamen veröffentlichten Arbeiten vertrauen weniger auf das geordnete "Nts-Nts" des Techno und bevorzugen stattdessen den Brückenschlag - man höre etwa den "Future Jazz" seiner Tracks mit Innerzone Orchestra.
Damit steht Craig in der Tradition des Detroit Techno, der ab Mitte der 1980er "schwarze" Genres etwa mit elektronischem Avantgarde-Pop aus Europa vereinte. Gemeinsam mit dem deutschen Dub- und Techno-Minimalisten Moritz von Oswald kümmerte sich der Musiker im Auftrag des Klassiklabels Deutsche Grammophon zudem um Bearbeitungen von Maurice Ravel und Modest Mussorgski.
Ergänzt um Francesco Tristano am Klavier, bestreiten Craig und Oswald diesen Samstag einen Teil des "Electr.Oper" benannten Clubmusikabends beim Jazzfest in der Wiener Staatsoper. Mit einem audiovisuellen Gesamtereignis ist zu rechnen.
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