
(aum) Er wolle "Juncker als Juncker-Nachfolger haben", erklärt der französische Finanzminister Pierre Moscovici in der Debatte um die künftige Eurogruppen-Leitung. Damit erteilt Moscovici indirekt den Gerüchten eine Absage, dass er sich mit seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble die Leitung teilen könnte. Der sehr kapitalistische Posten steht stark im Kontrast zur politischen Vergangenheit des 55-jährigen Franzosen, der in einem kommunistischen Elternhaus aufwuchs. Sein Vater Serge Moscovici war der Begründer der Sozialpsychologie in Europa, seine Mutter war Psychoanalytikerin. Pierre Moscovici trat während seines Studium an den Elitekadern Science Po und ENA der Revolutionären Kommunistischen Liga bei. Rechtzeitig mit Studienabschluss wechselte der Philosoph und Ökonom zur Parti Socialiste. Dort gilt er als Vertreter der sozialdemokratischen Strömung und unterstützte Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn, dessen Student er war. Zuletzt sorgte er für Schlagzeilen, als er seine Beziehung zu einer 23-jährigen Studentin öffentlich machte.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter