
(da) Sie versteht es zu kämpfen und verzichtet bei der Durchsetzung ihrer Interessen gerne auf die feine Klinge: Als "Mann Frankreichs" diskreditierte Nkosazana Dlamini-Zuma im Machtkampf um die Spitze der Kommission der Afrikanischen Union (AU) den Amtsinhaber Jean Ping. Nach einem halben Jahr Streit setzte sich die Südafrikanerin nun durch und ist damit die erste Frau an der Spitze der AU.
Dieser gehören alle Staaten des Kontinents mit Ausnahme Marokkos an. Böse Zungen behaupten, die südafrikanische Innenministerin sei auf Wunsch ihres Ex-Gatten, Staatschef Jacob Zuma, weggelobt worden. Von dem bekennenden Polygamisten hatte sich die studierte Medizinerin 1998 scheiden lassen - als einzige seiner sechs Ehefrauen.
Zuletzt diente Dlamini-Zuma als Innenministerin, davor war die 63-Jährige erst Chefin für Gesundheit und danach für Außenpolitik. Seit 1994 in einem Führungsamt, ist sie ein Regierungsurgestein des demokratischen Südafrika - und des machthungrigen: Der AU-Vorsitz gilt als Zwischenstation für den angestrebten permanenten Sitz im UNO-Sicherheitsrat.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter