
(az) Drei weidende Kühe, siebzig blökende Schafe, zwölf Pferde, zwei Ziegen, zehn Hühner, zehn Enten und neun Gänse sowie drei Hirtenhunde - der britische Regisseur Danny Boyle mochte es auch bei der Inszenierung des Eröffnungsspektakels für die Olympischen Spiele in London eher ungewöhnlich. Unter dem Motto "Green and Pleasant" inszenierte er eine Gala, die zunächst den Eindruck einer lauschigen englischen Countryside vermitteln sollte und unter dem Titel "Isles of Wonder" als ein "Bild der Nation" entworfen wurde - stereotype Symbole wie Harry Potter, Mary Poppins, James Bond, Shakespeare und die Beatles inklusive.
27 Millionen britische Pfund durfte der 56-jährige Boyle dafür ausgeben, der seine Karriere im Theater begann und bis Ende der 1980er das Royal Court Theater leitete. Später sorgte er mit Filmen wie "Trainspotting", "28 Days Later", seinem Oscar-Erfolg "Slumdog Millionaire" und zuletzt mit dem Arm-abschneide-Drama "127 Hours" für Aufsehen und etablierte seine Handschrift: eine wahre Tour de Émotion aus Tempo und Farben.
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