• vom 30.07.2012, 18:02 Uhr

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Update: 30.07.2012, 18:33 Uhr
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Porträt

Sanford Weill



  • Bank für alle Fälle: Der Vordenker wendet sich ab

Sanford Weill, von Saulus zu Paulus.

Sanford Weill, von Saulus zu Paulus.© EPA Sanford Weill, von Saulus zu Paulus.© EPA

(hes) Dass sich die US-Immobilienkrise zur globalen Finanzkrise auswachsen würde, ahnte im Sommer 2007 kaum jemand. Auch für Sanford "Sandy" Weill, den Architekten des Bankenriesen Citigroup, waren die USA unverändert das Maß der Dinge: "Die ganze Welt bewegt sich in Richtung des US-Vorbildes mit freien Unternehmen und Kapitalmärkten", sagte er damals.

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Fünf Krisenjahre später ist Weill dafür, das risikoreiche Investmentbanken-Geschäft vom traditionellen Bankengeschäft mit Einlagen und Krediten abzutrennen. So war es in den USA ab der Großen Depression der 1930er vorgeschrieben - was nicht zuletzt Weill heftig bekämpfte.

Der 1933 geborene Sohn polnischer Einwanderer galt jahrelang als der mächtigste US-Banker. Aus seiner Travelers Group und Citicorp schmiedete er 1998 einen gigantischen Finanzsupermarkt - dabei spekulierte und lobbyierte er, dass das Gesetz bald der Vergangenheit angehören würde.

Wenig später war es soweit: Unter Präsident Bill Clinton wurde das Gesetz 1999 gekippt - was die Krise nach Meinung vieler verschärft hat.




Schlagwörter

Sanford Weill, Porträt, Citigroup

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-30 18:08:04
Letzte Änderung am 2012-07-30 18:33:30


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