
(est) "Einfluss ist - im Unterschied zu Macht - etwas, was einem von anderen zugeschrieben wird", sagt Helga Nowotny, die Grande Dame der österreichischen Wissenschaft, anlässlich ihres morgigen 75. Geburtstags: "Was immer ich tatsächlich an Einfluss habe, nutze ich, um für eine Vision von Wissenschaft einzutreten, die Teil unserer Kultur ist."
Die Präsidentin des Europäischen Forschungsrats (ERC) wurde von der "Financial Times" zu einer der einflussreichsten Frauen in Wissenschaft und Technologie gekürt. Ihre Ideen zu den hochdotierten ERC-Förderungen für Spitzenforscher publizierte die in Wien geborene Soziologin erstmals 2005. Heute stehen die Unis im Wettbewerb um die Reputation, die sie bringen, was den Standard hebt.
Ansonsten vermisst die Wissenschaftstheoretikerin hierzulande den politischen Ehrgeiz, zu den Top-Forschungsnationen aufzusteigen. Eine Distanz zu heimischen Institutionen ist Nowotny nicht zu verdenken: Mangels Unterstützung in Österreich musste sie sich an der Uni Bielefeld habilitieren - und mangels Anerkennung der deutschen Zeugnisse ein zweites Mal in Österreich.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter