
Als Julian Assange in die Botschaft von Ecuador in London flüchtete, hoffte er auf den Beistand eines Bekannten: Rafael Correa, der linksgerichtete Präsident des Andenstaates, wurde vom WikiLeaks-Gründer einmal im russischen TV-Sender "Russia Today" interviewt. Der Wirtschaftswissenschafter, der mit einer Belgierin verheiratet ist und drei Kinder hat, amtiert seit Jänner 2007 als Präsident in Quito. Zum Verdruss internationaler Investoren hat er das Land auf einen Linkskurs getrimmt und unter anderem die Rückzahlung milliardenschwerer Auslandsschulden eingestellt.
Diese Gelder sind stattdessen in Schulen, Krankenhäuser und den Straßenbau geflossen - Correa nennt diesen Kurs seine "Bürgerrevolution". Der 49-Jährige hat sich mit Banken, der katholischen Kirche und vor allem mit der Presse angelegt. Er rief zum Kampf gegen die Oberschicht auf, die nichts für die arme Bevölkerungsmehrheit getan habe.
Mit Erfolg: 2009 wurde Correa wiedergewählt, und nächstes Jahr dürfte sich der Präsident um eine dritte Amtszeit bemühen.
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