Sein Lebenswerk ist ein Monument, das heute rund 900.000 Fahrzeuge pro Jahr passieren: Franz Friedrich Wallack, Bauleiter der 48 Kilometer langen Großglockner-Hochalpenstraße, würde am Freitag 125 Jahre alt. In Wien geboren, studierte er in Kärnten und lebte später in Salzburg. 1924 bekam er den Auftrag, eine Straße über das Hochtor im Alpenhauptkamm zu entwerfen.

Grünes Licht gab es aber erst nach dem New Yorker Börsenkrach 1929. Von 30. August 1930 bis 3. August 1935 trotzten rund 3200 Arbeiter Sommerhitze und eisigen Winterstürmen. Der Bauleiter selbst überquerte bis zur Fertigstellung der Straße mehr als 260 Mal zu Fuß den Alpenhauptkamm und legte dabei geschätzte 15.000 Kilometer zurück.
Da Wallack nicht nur ein hervorragender Straßenbauer, sondern auch ein Naturliebhaber war, schmiegt sich die Glocknerstraße möglichst harmonisch in die Landschaft. Wallack entwarf auch eigene Rotationspflüge zur Schneeräumung, die seit 1955 bis heute im Einsatz sind. Noch mit 73 Jahren leitete der Ingenieur, der am 21. Oktober 1966 starb, den Neubau der Gerlos Alpenstraße.
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