• vom 23.08.2012, 18:04 Uhr

Porträts

Update: 23.08.2012, 18:14 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Porträt

Shira Scheindling



  • Ihr Urteil könnte die Ratingriesen Milliarden kosten


© Reuters © Reuters

Seit US-Präsident Bill Clinton 1994 die damals 38-jährige blonde Juristin zur Richterin am New Yorker Bundesgericht ernannte, hat Shira Scheindling in ihrem Verhandlungssaal am Manhattan Federal Court regelmäßig für aufsehenerregende Urteile gesorgt. Zuletzt entschied sie im heurigen April im Fall des russischen Waffenhändlers Viktor Bout, die Mindeststrafe von 25 Jahren sei "genug", weil die dem "Händler des Todes" im Prozess zur Last gelegte Straftat nur durch eine verdeckte Operation der US-Behörden ausgelöst worden sei.

Werbung

Aktuell jagt sie den großen US-Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s einen gehörigen Schrecken ein, weil sie - gegen den Antrag der Agenturen - Klagen für zulässig erklärt hat, in denen sie für nachlässig erstellte Risikobeurteilungen haftbar gemacht werden sollen.

Ihre Meinungen seien "faktenbasiert" und daher für Haftungsfragen sehr wohl relevant, sagt sie: "Das ist nicht so, als ob ein Restaurantkritiker die Meinung äußerte, das Essen in dem einen Lokal sei besser als anderswo." Geschädigte Anleger werden trotzdem noch lange warten müssen.




Schlagwörter

Shira Scheindlin, USA

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-23 18:11:08
Letzte Änderung am 2012-08-23 18:14:51


Beliebte Inhalte





Werbung




Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk.

Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt. 18.6.2013: Heute herrscht in Österreich wieder Badewetter: Über 35 Grad Celsius werden erwartet.

Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück. Ein frömmelnder Heuchler schleicht sich in das Vertrauen eines alten Patriarchen und versucht, sich alles anzueignen, was diesem teuer ist: Frau, Haus und Tochter. Abgespielt hatte sich das Ganze in der Wohnküche eines Landhauses, auf den Brettern des Akademietheaters. Im Bild: Gert Voss (r.) als "Orgon", Edith Clever (m.) als "Dorine" und Adina Vetter als "Marianne".

Werbung