
24 Stunden Streik, mehr als 1000 Flugausfälle (vermutlich 32 in Österreich), rund 100.000 gestrandete Passagiere - Nicoley Baublie macht keine halben Sachen. Der 39-jährige Chef der Flugbegleitergewerkschaft Ufo ist hauptverantwortlich dafür, dass die deutsche Lufthansa heute, Freitag, ins flächendeckende Chaos stürzen dürfte. Einen derartigen Millionenschaden anzurichten, haben dem Chefsteward mit dem freundlich-verbindlichen Auftreten nur wenige zugetraut, sieht er doch mit den blonden Stoppelhaaren und der Harry-Potter-Brille eher wie ein Computernerd aus.
Tatsächlich heuerte er in den 1990ern nach dem Politik- und Englisch-Studium bei einer Internetagentur an, nachdem er kurz Gastwirt war und in einem Nachwuchstheater mitgespielt hatte. Dann, vor etwa zehn Jahren, bewarb er sich eher zufällig bei der Lufthansa als Flugbegleiter. Dort stieg er schnell auf und erwarb sich das Vertrauen der Kabinenkollegen. Seit 2008 sitzt Baublies, der sich angesichts des Rummels schon wieder auf seinen beschaulichen Garten daheim freut, in der Ufo-Tarifkommission, erst seit knapp einem halben Jahr ist er der Chef der Gewerkschaft.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter