
(klh) Es ist wahrlich keine einfache Aufgabe, der sich Hassan Sheikh Mohamud stellt: Der 56-Jährige ist der neue Präsident Somalias. Damit ist er Staatsoberhaupt in einem Land, das nach einem Bürgerkrieg völlig zerstört ist und in dem korrupte Politiker viel zum Niedergang beigetragen haben.
Mohamud hielt sich lange Zeit von der Tagespolitik fern - und genau das macht ihn in den Augen vieler Beobachter zum idealen Präsidenten für einen Neustart. Der Pädagoge und Universitätsprofessor studierte in den 1980er Jahren an der Universität Mogadischu und in Indien. Später arbeitete er für Entwicklungsorganisationen und die internationale Gemeinschaft, etwa für das UNO-Kinderhilfswerk Unicef. Der Sohn einer Arbeiterfamilie aus Zentralsomalia engagierte sich stets für den Frieden in seiner Heimat und für Bildungspolitik, so baute er das erste Institut für Management und Verwaltung in Somalia auf. 2011 ging er in die Politik und gründete mit Mitstreitern eine Partei. Der Moslem bezeichnet sich als liberal - und er gilt als unbestechlich.
(wk) Kritiker nennen ihn "eine schlechte Kopie" seines Idols Hugo Chávez. Wie der frühere Präsident findet Wahlsieger Nicolás Maduro den größten...weiter