• vom 15.07.2016, 17:29 Uhr

Porträts

Update: 15.07.2016, 17:42 Uhr

Mike Pence

Mike Pence, Trumps Nummer zwei




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Trump hat den Gouverneur von Indiana als Kandidaten für das Amt des US-Vizepräsidenten bestätigt.

Mike Pence spricht oft und gern zu den NRA-Mitgliedern. - © reuters/J.Sommers II

Mike Pence spricht oft und gern zu den NRA-Mitgliedern. © reuters/J.Sommers II

Washington. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sich für den 57-jährigen Gouverneur von Indiana, Mike Pence, als Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten entschieden. Trump wollte Freitag seinen Kandidaten auf einer Pressekonferenz präsentieren, hat aber aufgrund des Attentats von Nizza den öffentlichen Auftritt verschoben. Stattdessen tat er auf seinem Leitmedium Twitter die Nominierung von Mike Pence kund.

Mike Pence wird Trump bei jenen Wählern helfen, denen Trump nicht wertekonservativ genug ist. Pence hat von der berüchtigten Waffenlobby National Rifle Association NRA das Gütesiegel "A" für seine unermüdliche Stimme für Waffenfreiheit bekommen.


Pence ist seit 2013 Gouverneur von Indiana. Zuvor vertrat er den Bundesstaat als Abgeordneter im Repräsentantenhaus.

Er beschreibt sich selbst als "Christ, Konservativer und Republikaner - in der Reihenfolge". 2015 unterzeichnete er ein Gesetz in Indiana, das Kritikern zufolge die Diskriminierung Homosexueller fördert.
Er hat sich auch für strengere Abtreibungsregeln eingesetzt.

Im Vorwahlkampf erklärte Pence ursprünglich seine Unterstützung für Trumps schärfsten innerparteilichen Rivalen Ted Cruz, dem Favoriten der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung. Er äußerte sich aber auch positiv über Trump. Nach Cruz’ Rückzug trafen Trump und Pence sich wiederholt, um über die Vizepräsidentschaft zu sprechen. Pence hat enge Verbindungen zu den Milliardärs-Brüdern Charles und David Koch, die die Republikaner mit Spenden unterstützen. Trump hat seinen Vorwahlkampf nach eigenen Angaben in erster Linie aus eigener Tasche finanziert. Für die eigentliche Präsidentenwahl ist er aber auf Spenden angewiesen.

Pence hat sich dagegen ausgesprochen, syrische Flüchtlinge in die USA und insbesondere nach Indiana zu lassen. Gleichzeitig hat er 2015 aber auch von Trump unterstützten Plänen eine Absage erteilt, wie etwa Muslimen die Einreise in die USA zu verweigern. Pence nannte den Vorschlag "beleidigend und verfassungswidrig".

Porträt: Mike Pence, Trumps Nummer Zwei




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-07-15 17:32:08
Letzte nderung am 2016-07-15 17:42:34



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Der Reality-Star lacht zuletzt
  2. Arlene Foster - Theresa Mays Hilfe in der Not
  3. Michel Barnier - Brexit-Verhandler für die EU
  4. Christian Konrad - ein etwas anderer Sozialarbeiter
  5. Unambitioniert und bar jeder Kontur
Meistkommentiert
  1. Michel Barnier - Brexit-Verhandler für die EU
  2. Heimspiel für Europa
  3. Alexandre Lamfalussy, einer der Euro-"Väter", ist gestorben
  4. Christian Konrad - ein etwas anderer Sozialarbeiter
  5. Unambitioniert und bar jeder Kontur

Werbung




Werbung


Werbung