Teheran/Jerusalem. Der Iran hat im Fall eines Angriffs mit Vergeltungsschlägen gedroht. Der Iran werde jedes Land angreifen, von dessen Staatsgebiet "Feinde" Teherans einen Angriff starteten, sagte der stellvertretende Kommandant der iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) am Sonntag der Nachrichtenagentur Fars. Hossein Salami fügte hinzu: "Jeder Ort der vom Feind für militärische Operationen gegen den Iran genutzt wird, wäre das Ziel der Streitkräfte der Revolutionsgarden." Salami nannte zwar keine Staaten direkt beim Namen, aber die Warnung richtet sich auch an Nachbarstaaten wie die Türkei sowie die arabischen Golfstaaten.
Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Israel drohte wiederholt mit einem Militärangriff auf die iranischen Atomanlagen. Nach Berichten von US-Medien befürchten die USA, Israel könnte in den kommenden Monaten die iranischen Atomanlagen angreifen. Die Revolutionsgarden verteidigen mit eigenen Truppen als zweite Säule der Streitkräfte neben der regulären Armee (Artush) die Prinzipien der Islamischen Revolution von 1979.
Eine Politik der Stärke
Israel muss nach Ansicht von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu angesichts der Umwälzungen im Nahen Osten weiter eine Politik der Stärke verfolgen. "In den vergangenen Tagen sind wir daran erinnert worden, in welcher Umgebung wir leben", sagte Netanyahu zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. "Wir haben die Äußerungen des iranischen Herrschers über die Zerstörung Israels gehört, wir haben gesehen, wie die syrische Armee das eigene Volk abschlachtet, und andere blutige Vorfälle in unserer Region." In ein einer solchen Umgebung sei Israel gezwungen, weiter auf seine militärische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Stärke zu setzen, sagte der Regierungschef. Dies sei die einzige Garantie für eine friedliche Existenz.
Türkischer Außenminister warnt vor Militärangriff gegen den Iran
Die Türkei hat vor einem militärischen Vorgehen gegen den Iran wegen dessen umstrittenen Atomprogramms gewarnt. "Eine militärische Intervention in dieser Region wäre eine Katastrophe", sagte Außenminister Ahmet Davutoglu am Sonntag bei einer Podiumsdiskussion auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Auch schärfere Sanktionen gegen Teheran seien "nicht besonders gut geeignet", den Iran zum Einlenken zu bewegen. "Das Beste sind Verhandlungen", sagte Davutoglu. Wichtig sei, Vertrauen zwischen den beteiligten Parteien herzustellen.
Küssel wird Wiederbetätigung vorgeworfenAPA (Hochmuth) Küssel wird Wiederbetätigung vorgeworfenAPA (Hochmuth) Nachdem beim ersten Versuch in der...weiter
Der britische Popmusiker Robin Gibb ist tot. Wie seine Familie in der Nacht auf Montag mitteilte, erlag der Sänger der Gruppe Bee Gees einem langen...weiter
Ex-Justizminister muss Rede und Antwort stehenAPA (Archiv/Forhinger) Ex-Justizminister muss Rede und Antwort stehenAPA (Archiv/Forhinger) Im...weiter
Dalai Lama brachte Burgstaller weißen GlücksschalAPA (Neumayr) Dalai Lama brachte Burgstaller weißen GlücksschalAPA (Neumayr) Der Dalai Lama ist bei...weiter
Tausende protestierten gegen die NATOAPA (epa) Tausende protestierten gegen die NATOAPA (epa) Unmittelbar vor Beginn des NATO-Gipfels in Chicago hat...weiter