• vom 25.04.2012, 16:19 Uhr

Aktuell

Update: 25.04.2012, 16:20 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Erstmals weibliche Zuschauer auf den Tribünen

Saudi-Arabien: Frauen durften Fußball schauen



Fußballstadien gehörten in Saudi-Arabien bisher zu den Orten, zu denen Frauen keinen Zutritt haben. Deshalb war das Erstaunen im Publikum groß, als am Dienstagabend vor einer Begegnung im Prinz-Mohammed-bin-Fahd-Stadion in der östlichen Stadt Dammam ein Vater mit seinen drei Töchtern auf der Tribüne Platz nahm.

Die saudische Zeitung "Al-Sharq" berichtete am Mittwoch, ein Techniker habe sich der Familie, die frühzeitig zu dem Spiel zwischen der lokalen Mannschaft Al-Ittifak und der kuwaitischen Mannschaft Al-Kuwait erschienen war, in den Weg gestellt. Doch dann habe sich der Sicherheitschef des Stadions eingeschaltet. Dieser ließ die Familie passieren. Noch vor Beginn der Partie, die mit einem 2:2 endete, ließen sich der Vater und seine Töchter für eine Lokalzeitung fotografieren. Zwei der Töchter trugen die für Frauen in Saudi-Arabien vorgeschriebenen schwarzen Gewänder und Kopftücher. Die dritte Tochter war im Sommerkleid erschienen.

Sport ist in Saudi-Arabien Männersache. Außerdem ist in dem islamischen Königreich die Trennung zwischen Männern und Frauen gesetzlich vorgeschrieben. Die einzigen Frauen, die bisher in einem saudischen Fußballstadion gesichtet wurden, waren Ausländerinnen, die mit einer ausländischen Mannschaft ins Land gekommen waren.

In der saudischen Hafenstadt Dschidda wird derzeit das erste Fußballstadion mit speziellen, abgeriegelten Plätzen für "Familien" gebaut. Es soll 2014 fertig sein. Das Stadion soll auch einen getrennten Bereich für Journalistinnen haben.




Schlagwörter

Saudi-Arabien

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-25 16:20:10
Letzte Änderung am 2012-04-25 16:20:29


Werbung



Beliebte Inhalte



Blumen geschockter Anrainer in der Nähe des Tatortes. Noch sind die Motive der Angreifer unklar. Sicher ist, dass sie schockieren und Angst verbreiten wollten. Da wir dies nicht unterstützen wollen, finden Sie hier keine bluttriefenden Bilder. (red/ja) - Foto: apaWeb / EPA - Arrizabalaga
  • Mutige Frau verwickelte Täter in ein Gespräch.
  • weiter

20.000 Obdachlose leben allein auf den Straßen Athens. - APAweb / EPA / Orestis Panagiotou
  • Wer arbeitslos wird, landet schnell auf der Straße.
  • weiter

  • Neue Regierung will Verhandlungen mit Brüssel nicht fortsetzen.
  • weiter

Yvonne Pichler ist im Inneren eine Jüdin. - Ugur Atay
  • Yvonne Pichler erzählt vom Jonglieren zwischen allen spirituellen Welten.
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Reinhard Göweil Die fünf Agrarkonzerne Monsanto, Pioneer, Syngenta, Limagrain und Bayer kontrollieren weltweit zirka 63 Prozent des Saatguts...weiter





Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

Werbung