
Nach der Auffindung einer männlichen Leiche am Donnerstag nahe Gablitz (Bezirk Wien-Umgebung) im Wienerwald dauerten die Ermittlungen der Kriminalisten an. Die Identität des Mordopfers, das in einer Plane verpackt und verschnürt war und dessen Beine fehlten, blieb vorerst ungeklärt. Die Ermittler setzten auf Hinweise (Tel.: 059133-30-3333), die zur Identifizierung des 50 bis 60 Jahre alten Mannes führen. Überprüft wurden auch Abgängigkeiten.
Die noch am Donnerstag durchgeführte Obduktion hatte ergeben, dass dem Mann mindestens drei massive Schläge auf den linken Scheitel mit einem stumpfen Gegenstand zugefügt worden waren. Der Todeszeitpunkt liegt laut der Untersuchung durch Gerichtsmediziner Wolfgang Denk einige Tage zurück. Die Auffindungsstelle - unterhalb der Böschung einer Forstzufahrtsstraße zur Teufelswiese - war nicht der Tatort. Was die Ermittlungen zur Identität des Toten angeht, verlief ein Fingerspurenabgleich in der nationalen Datenbank negativ.
Laut Chefinspektor Leopold Etz vom Landeskriminalamt NÖ dauerten am Freitag die Ermittlungen am Auffindungsort an. Auch Diensthunde kamen dabei zum Einsatz. Die Kriminalisten setzten u.a. darauf, dass eventuell die unter dem Rumpf abgetrennten Beine des Opfers entdeckt werden. Außerdem liefen Einvernahmen von Personen, die Wahrnehmungen rund um den Auffindungsort gemacht hatten. Die verpackte und verschnürte Leiche dürfte bereits vor einigen Tagen abgelegt worden sein. Erste Aussagen würden darauf hinweisen, hieß es seitens der Polizei.
Es sei ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter wegen Mordverdachts eingeleitet, teilte Michaela Obenaus, Sprecherin der Staatsanwaltschaft St. Pölten, auf Anfrage mit. "Die Erhebungen laufen. Wir sind erst ganz am Anfang."
Der Mann war etwa 1,70 Meter groß und 75 Kilogramm schwer. Er hatte eine Zahnprothese. Bekleidet war der Tote mit Jeanshose und -hemd sowie Unterhose und Unterleibchen. Am Handgelenk trug das Opfer eine Armbanduhr der Marke Jacques Lemans.
Hinweise zur Identität des im Wienerwald nahe Gablitz aufgefundenen Mordopfers sollen auch Fotos bringen, die am Freitag von den niederösterreichischen Kriminalisten veröffentlicht wurden. Es ging dabei um die Kleidung, die Uhr und ein Feuerzeug-Etui der Marke "Zippo".
Die blaue Jeanshose war offensichtlich mit den Beinen des Mannes abgetrennt worden. Das Opfer trug u.a. außerdem ein dunkles Hemd und eine ebenfalls dunkle Jacke. Die Jacques Lemans-Armbanduhr ist silber- und goldfarben mit den römischen Ziffern VI und XII. Das "Zippo"-Etui ist schwarz.
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