• vom 08.05.2012, 16:40 Uhr

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Update: 08.05.2012, 16:55 Uhr
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Medienrevolution

Die Gewinner des diesjährigen Prix Ars Electronica stehen fest



  • Zwei Projekte zur Arabischen Revolution gewinnen bei Ars Electronica.

Linz.

Politische Kunst: Ein Künstlerkollektiv unterstützt mit "Syrian people know their way" die gesellschaftlichen Umbrüche.

Politische Kunst: Ein Künstlerkollektiv unterstützt mit "Syrian people know their way" die gesellschaftlichen Umbrüche. Politische Kunst: Ein Künstlerkollektiv unterstützt mit "Syrian people know their way" die gesellschaftlichen Umbrüche.

Die arabische Revolution punktet auch beim diesjährigen CyberArts-Wettbewerb Prix Ars Electronica. Gleich zwei Siegerprojekte der sieben Wettbewerbskategorien thematisieren die Vorgängen in Syrien und Ägypten.

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In der Gattung Digital Communities geht der erste Preis an das ehrgeizige Projekt "Syrian people know their way". Dabei unterstützt eine Gruppe von Grafikern, Filmemachern, Musikern und Bloggern den demokratischen Umbruch in Syrien. Mittels Social Media und starken visuellen Statements vermittelt das Künstlerkollektiv politische und theoretische Ansätze für einen gesellschaftlichen Neuanfang.

Neben diesen intimen Einblicken einer Gesellschaft im Umbruch wirft ein weiteres Siegerprojekt einen Blick von außen auf die Veränderungen: Die 19-jährige Oberösterreicherin Agnes Aistleitner gewann die Jugendkategorie "u19 Create Your World" mit einem 14-minütigen Videoclip, in dem sie sich auf die Spuren der Revolution in Ägypten begibt. Unbefangen betrachtet sie das Geschehen, erfragt Meinungen und Ansichten auf der Straße und den Märkten.

Der Hauptpreis für Computer Animation/Film/VFX geht an den Luxemburger Jeff Desom. Er bedient sich bei "Rear Window Loop" des Hitchcock-Klassikers "Das Fenster zum Hof" und verdichtet die berühmten Hinterhofansichten des Originals in einem dreiminütigen Zeitraffer-Video.

Der estnische Künstler Timo Toots sichert sich die Goldene Nica in der Kategorie Interactive Art. Sein "Memopol 2" durchforstet die globalen Datenbanken des Internets und macht die zahlreichen Spuren sichtbar, die jeder Einzelne bereits im World Wide Web hinterlassen hat.

Mikromelodien und
neue Kommunikationspfade
Im Genre Digital Musics and Sound Art überzeugt der Brite Jo Thomas mit "Crystal Sounds of a Synchroton". Mit Hilfe eines Synchrotons können Elementarteilchen auf extrem hohe Geschwindigkeiten beschleunigt werden. Der Komponist hat die dabei entstanden Mikromelodien herausgefiltert und arrangiert.

Für sein "Bacterial Radio", das zur Gänze aus genetisch veränderten Bakterien besteht, erhält der US-Künstler und Forscher Jo Davies die Goldene Nica in der Kategorie Hybrid Art.

Den Voestalpine-Preis "the next idea" holten sich die Schweizer Christoph Wachter und Mathias Jud, deren Projekt "qual.net" die Sicherheit bestehender Kommunikationspfade hinterfragt und als mögliche Alternative ein offenes Kommunikationsprinzip aufzeigt.

Zum diesjährigen Prix Ars Electronica wurden insgesamt 3.674 Projekte aus 72 Ländern eingereicht. Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen einer Gala am 31. August im Brucknerhaus Linz statt.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-08 16:47:09
Letzte Änderung am 2012-05-08 16:55:47


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