• vom 09.07.2012, 12:48 Uhr

Aktuell

Update: 09.07.2012, 17:43 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Syborg-Software sorgt für Verlust von Daten

Software-Panne bei BKA und deutscher Polizei



Das Hauptgebäude des Bundeskriminalamts (BKA) in Wiesbaden. Beim BKA ist es offenbar zu einer schwerwiegenden Datenpanne gekommen. - APAweb / dapd

Das Hauptgebäude des Bundeskriminalamts (BKA) in Wiesbaden. Beim BKA ist es offenbar zu einer schwerwiegenden Datenpanne gekommen. APAweb / dapd

Berlin. Durch eine Software-Panne sind beim deutschen Bundeskriminalamt (BKA) und bei der deutschen Bundespolizei über Monate Beweismittel in Ermittlungsverfahren gelöscht worden. Betroffen sind Daten aus der sogenannten Telekommunikationsüberwachung (TKÜ), wie sie in Ermittlungen gegen Schwerkriminelle und Terroristen gesammelt werden. Die Telekommunikationsüberwachungen, die das BKA und die Bundespolizei mit einer genutzten Software-Lösung der Firma Syborg durchführen, wurden im Zeitraum vom 14. Dezember 2011 bis zum 10. Februar 2012 wegen eines Softwarefehlers nicht ordnungsgemäß gespeichert.

NSU-Ermittlungen nicht betroffen
Alle Daten im Rahmen einer TKÜ-Überwachung sollen bei den Polizeibehörden regelmäßig von einem Onlinespeicher in ein Langzeitarchiv überführt werden, wobei die jeweils ältesten Daten gesichert werden. Diese Funktion war durch einen Softwarefehler gestört, der nach Darstellung des BKA entdeckt wurde, als ein anderes Softwareupdate eingespielt wurde. Die Behörde legte Wert auf die Feststellung, dass zu keinem Zeitpunkt die Ermittlungen gegen Mitglieder und Unterstützer des rechtsextremistischen Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) betroffen war.

Daten, aber keine Informationen verloren
Das BKA bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". Gelöscht wurden nach Angaben der Zeitung Daten von abgehörten Telefongesprächen, mitgelesenen E-Mails, Kurzmitteilungen (SMS) und Telefaxen, sowie der Lokalisierung von Mobiltelefonen (Funkzellenabfrage). Das BKA erklärte, es seien zwar Daten, aber keine Informationen verloren gegangen, weil die Überwachungsdaten vor der versehentlichen Löschung bereits ausgewertet und "aktenkundig gemacht worden" seien. Die Bundespolizei will noch eine ausführliche Stellungnahme abgeben. "Das müssen wir ordentlich prüfen", sagte der Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam, Gero von Vegesack.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-09 13:02:00
Letzte Änderung am 2012-07-09 17:43:20


Werbung



Beliebte Inhalte



Emmelie de Forest holt den nächsten Song Contest nach Dänemark. - APAweb / AP / Alastair Grant
  • Emmelie de Forest setzte sich mit "Only teardrops" gegen 25 Konkurrenten durch.
  • weiter

Jon Bon Jovi stand glücklich im Regen. - APAweb/Herbert Pfarrhofer
  • Pollen konnten dem Sänger diesmal nichts anhaben.
  • weiter

 - APA (epa) Eine Sturmflut kurz vor dem Pfingstwochenende hat an den Stränden an der Oberen Adria schwere Verwüstungen angerichtet...weiter

  • Formel 1, Radio-Symphonieorchester und 250 Jobs stehen zur Diskussion.
  • weiter

Volksschulwand vorher (links) und nachher (rechts) - Bild: Andreas Praefcke An einer Volksschule in Wien mussten nach dem Protest der Mutter einer Schülerin die Kreuze in allen Klassenzimmern entfernt werden...weiter

Reinhard Göweil In Tirol liebäugelt die ÖVP-Führung mit einer Koalition mit den Grünen. In Salzburg geht sich das zwar rechnerisch nicht aus...weiter

  • Der Streit um religiöse Symbole ist ein Nebenschauplatz
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter





Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

18. 5. 2013: Ein lesbisches Paar in Myanmar: Der "Internationale Tag gegen Homophobie" geriet weltweit zu einem bunten und eindringlichen Protest gegen Diskriminierung. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung