Wien. Die Angriffe von ORF-Chef Alexander Wrabetz auf das Denkmalamt sind für deren Präsidentin Barbara Neubauer weder nachvollziehbar noch verständlich: "Das entbehrt jeder Grundlage. Auf diese Art und Weise auf den Denkmalschutz hinzuschlagen, ist unqualifiziert", sagte Neubauer der "Wiener Zeitung". Wrabetz hatte erklärt, der Denkmalschutz für das ORF-Zentrum auf dem Küniglberg sei "idiotisch": "Es ist eine Zumutung, ein sanierungsbedürftiges Zweckgebäude, das seine Lebenszeit längst erfüllt hat, noch einmal herzurichten, bloß weil ein paar Architekturhistoriker meinen, man müsste das hier erhalten", so Wrabetz. Für ihn mit ein Grund, warum der Abzug nach St. Marx schwierig ist.
Neubauer kann die Kritik nicht nachvollziehen: "Niemand hindert den ORF daran, das Gebäude trotzdem zu verkaufen." Man sei gewohnt, von Eigentümern angegriffen zu werden. In diesem Fall habe man jedoch jahrelang mit dem ORF kooperiert und sogar mehrere Fristverlängerungen zur Reaktion auf den Feststellungsbescheid des Denkmalamtes gewährt. Ein kompletter Abriss des ORF, etwa um Neues zu errichten, sei zudem nie Thema gewesen, so Neubauer. Derzeit stehen jene Bauteile unter Schutz, die Roland Rainer geplant hatte. Spätere Zubauten jedoch nicht.
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