Nach dem Säbelrasseln der Türkei hat nun die syrische Kurden-Partei PYD den Nachbarstaat vor einem Eingreifen in den Bürgerkrieg gewarnt. "Die Türkei hat nichts mit den syrischen Kurden zu tun", sagte der Chef der Partei der Demokratischen Union (PYD), Mohammed Saleh Muslim, der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Zugleich bemühte er sich darum, türkische Ängste vor einem Zusammengehen mit der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei zu zerstreuen. Für das Nachbarland gebe es keinen Grund zur Sorge, sagte Saleh Muslim.
Die Türkei hat mit einem Eingreifen im Nachbarland gedroht, falls es zu einem grenzüberschreitenden Zusammengehen auf kurdischer Seite kommt. Seine Partei nehme nur ihr Recht wahr, die Menschen in ihrem Einflussbereich zu schützen, sagte Saleh Muslim.
Die syrischen Kurden sehen in dem seit 17 Monaten tobenden Bürgerkrieg eine Gelegenheit, ihren Einfluss zu stärken. Die Kurden stellen etwa zehn Prozent der syrischen Bevölkerung. Sie sind sich politisch allerdings uneins. Die Rivalität zwischen PYD und Kurdischem Nationalrat (KNC) drohte zeitweilig in einen innerkurdischen Konflikt umzuschlagen.
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