Wien. Bundeskanzler Werner Faymann wird in der Inseratenaffäre durch ein Gutachten entlastet. Laut "News" hat eine Expertise den Werbewert der Inseratenkampagne für die ÖBB bestätigt, in der Faymann zu Beginn seiner Amtszeit als Verkehrsminister in der "Kronen Zeitung" auf Kosten der ÖBB erklärten durfte, wie er Missstände bei der Bahn in den Griff bekommen will.
Medienberichten zufolge sollen sich die Kosten für diese Medienkooperation auf mindestens 500.000 Euro belaufen haben. Im April hatte die Oberstaatsanwaltschaft weitere Ermittlungen angeordnet und einen Sachverständigen beauftragt, die 24 jeweils zweiseitigen ÖBB-Inserate in der "Kronen-Zeitung" zu überprüfen. Der Gutachter sollte den Werbewert dieser Einschaltungen ermitteln und feststellen, ob die ÖBB einen wirtschaftlich vertretbaren Gegenwert für die aufgewendeten Mittel erhalten haben oder ob ihnen ein finanzieller Schaden entstanden ist.
Gegenwert "realistisch"
Wie "News" nun in seiner am Donnerstag erschienenen Ausgabe berichtet, kommt der deutsche Sachverständige Stefan Braun zu dem Schluss, dass es für die Kampagne einen entsprechenden Gegenwert gegeben habe. Das sei realistisch, berichtet das Magazin.
Zusatzfragen der Justiz habe der Gutachter jedoch nicht beantworten können. Etwa jene, die Zweifel an der Werbestrategie beinhaltet, zuerst Missstände aufzuzeigen, die der Minister dann abzustellen gedenke.
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