
Wien. Die Erdbergbrücke der Südosttangente über den Donaukanal könnte unter Denkmalschutz gestellt werden. Das berichtet die "Kronen Zeitung". Die Sanierung der rund 40 Jahre alten Autobahn könnte damit um einiges teurer werden als geplant.
Die spezielle Schalenbauweise gilt als Pionierarbeit österreichischer Ingenieurskunst: "Das Bauwerk besticht durch seine elegante Form und ist auf jeden Fall von herausragender Bedeutung", so Richard Wittasek- Dieckmann von der Abteilung für Technische Denkmale zur "Kronen Zeitung".
Die Asfinag will die Brücke 2016 abreißen: "Wir müssen die Verfügbarkeit des Netzes garantieren und auch die Kapazität erweitern, daher ist ein Neubau das Gebot der Stunde", so Christian Honeger, Chef der Asfinag- Planungsabteilung, im Interview mit der "Kronen Zeitung".
Der Architekt der Brücke, Alfred Pauser, war wesentlich an der Errichtung von mehr als der Hälfte der Wiener Brücken beteiligt. Im Juli erhielt er den "Fritz-Leonhardt-Preis 2012 für herausragende Ingenieurbaukunst". Bei der Verleihung in Stuttgart sagte der Präsident der Kammer der Architekten
und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland,
Architekt Walter Stelzhammer, dass die Pläne der Asfinag, die Erdbergbrücke abzubrechen, nicht nachvollziehbar und zurückzuweisen seien: "Ich appelliere an alle Verantwortlichen, von diesem Vorhaben Abstand zu nehmen und die Erdbergbrücke als bedeutendes Zeugnis innovativer österreichischer Ingenieurkunst zu erhalten und instand zu setzen", so
Stelzhammer.
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