Drei Tage vor den Wahlen in den Niederlanden liegen die rechtsliberale Regierungspartei VVD und die Sozialdemokraten erstmals gleichauf. In einer aktuellen Umfrage von "Ipsos Synovate" kommen die VVD und die Partei der Arbeit (PvdA) auf jeweils 35 in der insgesamt 150 Sitze umfassenden Zweiten Kammer ("Tweede Kamer") des Parlaments. Ministerpräsident Mark Rutte hatte seine härtesten Konkurrenten am Samstag als "Bedrohung für die Niederlande" bezeichnet.
Die bisher drittestärkste Partei im Parlament, die rechtspopulistische Freiheitspartei (PVV) von Islamkritiker und EU-Gegner Geert Wilders verliert erneut und liegt laut der Umfrage bei nur mehr 19 Sitzen (bisher 24). Auch der noch vor wenigen Wochen in Umfragen hoch im Kurs liegende Chef der Sozialisten, Emile Roemer, verliert leicht. Mit 21 Mandaten würde er im Vergleich zu den Wahlen 2010 aber noch immer stark zulegen (bisher 15 Sitze). Die Christdemokraten können zwar etwas Boden gut machen, würden aber laut derzeitigem Stand acht Sitze im Parlament verlieren.
Bei den kleineren Parteien dürfte sich wenig verändern, nur die Grünen (GroeneLinks) verlieren laut der Umfrage rund die Hälfte ihrer Wähler.
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