Graz. Die ISI-Mont. GmbH mit Sitz in Eisbiswald, die in der Bereichen Personalleasing und Industriemontage tätig ist, hat ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. Das bestätigen Franz Blantz vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) und Rene Jonke vom KSV1870 der "Wiener Zeitung". 42 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen, den Gläubigern winkt eine 30-Prozent-Quote.
Das erst im Jahr 2010 gegründete Unternehmen ist laut AKV auf die Errichtung von Stahlkonstruktionen spezialisiert. Es werden nicht nur Förderanlagen und umwelttechnische Anlagen, sondern auch komplette Produktionsanlagen montiert. Die Sparte Personalleasing konnte nicht kostendeckend geführt werden. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2011/12 rund 4,47 Millionen Euro, der Verlust zirka 246.000 Euro. Im Geschäftsjahr 2010/11 betrug der Umsatz nur 2,51 Millionen Euro, der Gewinn aber noch 45.000 Euro.
"Die Insolvenzursache sieht man in erster Linie darin, dass Kundenforderungen in der Höhe von rund 360.000 Euro auf Grund offensichtlicher Illiquidität eines Kunden und in einem anderen Fall wegen behaupteter Gegenforderungen nicht einbringlich gemacht werden konnten", weiß AKV-Insolvenzexperte Blantz. Dadurch sei man selbst nicht nur in ein massives Liquiditätsloch, sondern auch in die Zahlungsunfähigkeit geraten.
Die Schulden
Die Passiva werden laut KSV1870 mit 1,18 Millionen Euro beziffert, davon sind 872.000 Euro mit Pfandrechten besichert. Rund 308.000 Euro Bankschulden sind mit einer Zession besichert. Weitere 363.000 Euro schuldet der Betrieb seinen Lieferanten und 242.000 Euro seinen Mitarbeitern. Diese wurden bereits beim Frühwarnsystem des AMS zur Kündigung angemeldet.
Das Vermögen
Die Aktiva werden einem Buchwert von 626.000 Euro beziffert, davon sind aber 318.000 Euro mit Pfandrechten belastet.
Der Sanierungsplan
Der Teilbetrieb Personalleasing soll geschlossen werden, lediglich bei Kunden, die ihren Zahlungsverpflichtungen ordnungsgemäß nachkommen, sollen die Verträge fortgesetzt werden, heißt es im Insolvenzantrag. Der Betrieb soll künftig nur noch 35 Mitarbeiter beschäftigen. Laut Finanzplan kann das Unternehmen positiv fortgeführt werden. Bis März 2013 soll in Überschuss von rund 129.000 Euro erwirtschaftet werden.
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