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Update: 23.09.2012, 12:33 Uhr
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Ein israelischer Soldat war am Freitag getötet worden

Islamisten bekannten sich zu Angriff an israelischer Grenze



  • Leichen der Attentäter den ägyptischen Behörden übergeben.

Der beim Anschlag getötete israelische Soldat wird zu Grabe getragen. - APAweb / Reuters, Baz Ratner

Der beim Anschlag getötete israelische Soldat wird zu Grabe getragen. APAweb / Reuters, Baz Ratner

Dubai/Jerusalem. Zum tödlichen Angriff an der ägyptisch-israelischen Grenze hat sich die jihadistische Gruppe Ansar Jerusalem bekannt. Wie das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE am Sonntag mitteilte, sprach die Gruppe in einer Erklärung von einer "Strafaktion gegen diejenigen, die es wagten, sich am Propheten zu vergreifen" - eine Anspielung auf den in den USA produzierten Film "Die Unschuld der Muslime", in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird.

Weiter heißt es in der Erklärung, die Gruppe Ansar Jerusalem (Die Verteidiger Jerusalems) sehe die "Verteidigung der Ehre des Propheten" als ihre Pflicht an und habe "zu den Waffen gegriffen, um den Juden wegen ihrer gehässigen Tat eine Lektion zu erteilen". Ursprünglich sei der Angriff, bei dem am Freitag ein israelischer Soldat getötet worden war, als Vergeltung für die Tötung eines der Gruppenmitglieder bei einem antiisraelischen Angriff im August gedacht gewesen.

Leichen den ägyptischen Behörden übergeben

Nach Angaben der israelischen Armee waren am Freitag drei schwer bewaffnete Männer von der ägyptischen Sinai-Halbinsel aus im Grenzabschnitt Har Harif nach Israel eingedrungen und hatten einen Soldaten getötet. Einer der drei Angreifer sprengte sich demnach in die Luft, die beiden anderen Angreifer wurden von der israelischen Armee getötet. Israel übergab mittlerweile die Leichen der drei Angreifer nach eigenen Angaben den ägyptischen Behörden.

Lieberman gegen Friedensvertrags-Änderung

Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman schloss am Sonntag kategorisch aus, den Friedensvertrag mit Ägypten zu ändern. Ägypten müsse seine Verpflichtungen auf dem Sinai erfüllen, erklärte er angesichts zahlreicher antiisraelischer Attacken in den vergangenen Monaten. Der Vertrag aus dem Jahr 1979 sieht zwar eine Entmilitarisierung der Halbinsel vor, gestattet dort aber eine geringe Präsenz des ägyptischen Militärs.

Am 5. August waren bei einem Angriff mutmaßlicher Islamisten auf einen Kontrollposten nahe der Grenze zu Israel 16 ägyptische Grenzwächter getötet worden. Die Angreifer brachten ein gepanzertes Fahrzeug in ihre Gewalt, mit dem sie nach Israel eindrangen. Dort wurden sie von der israelischen Armee getötet. Die ägyptischen Sicherheitskräfte starteten daraufhin eine großangelegte Aktion zur Stabilisierung des Sinai, bei der ihren Angaben zufolge Dutzende "Terroristen" und "kriminelle Elemente" getötet wurden.




Schlagwörter

Terrorismus, Ägypten, Israel

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-23 12:28:35
Letzte Änderung am 2012-09-23 12:33:07


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