London. Die britische Regierung droht ein Veto an gegen die Fusionspläne des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems. In Kreisen des britischen Verteidigungsministeriums hieß es am Montag, wenn Deutschland und Frankreich zu viel Einfluss auf das fusionierte Unternehmen hätten, wäre das für die Regierung in London nicht hinnehmbar.
Wenn diese mit den Bedingungen des Zusammenschlusses nicht einverstanden sei, werde sie ihr Vetorecht nutzen, das ihr eine "Goldene Aktie" bei BAE Systems gibt. Eine Bedingung für das britische Ja zur Fusion sei, dass das Verteidigungsgeschäft des zusammengeschlossenen Unternehmens seinen Sitz in Großbritannien habe und von einem britischen Chef geführt werde.
Premierminister David Cameron, Wirtschaftsminister Vince Cable und Verteidigungsminister Philip Hammond wollten eigentlich nicht, dass Frankreich und Deutschland mehr als neun Prozent haben sollten, hieß es. Die britischen Politiker plädierten dafür, dass ein fusioniertes Unternehmen nach kommerziellen Gesichtspunkten geführt werde und frei von offenkundig politischem Einfluss sei.
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