• vom 15.10.2012, 18:15 Uhr

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Update: 16.10.2012, 13:03 Uhr
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David Alaba könnte für neuen Schwung im Team sorgen

Mit Geduld zum Torerfolg


Von Christian Mayr

  • Anspannung vor Heim-Duell gegen Kasachstan - selbst im Training spürbar.

Wien. Marcel Koller kann auch laut werden, sehr laut sogar. "Kontrolle über den Ball - Maximum!", brüllt er über das Trainingsfeld neben dem Ernst-Happel-Stadion. Leichtfertig war im Trainingsmatch in der Offensive ein Ball vertändelt worden. Der ansonsten so smarte Schweizer Teamchef legt noch einmal nach: "Maximum!", fordert er von seinen Spielern eindringlich.

Alaba (l.) könnte im Heimspiel gegen Kasachstan statt Baumgartlinger (r.) einlaufen.

Alaba (l.) könnte im Heimspiel gegen Kasachstan statt Baumgartlinger (r.) einlaufen.© APA/ROBERT JAEGER Alaba (l.) könnte im Heimspiel gegen Kasachstan statt Baumgartlinger (r.) einlaufen.© APA/ROBERT JAEGER

Lockerheit sieht in der Tat anders aus: Nach der matten Nullnummer in Kasachstan steht die ÖFB-Auswahl beim heutigen Rückspiel in Wien (20.35 Uhr, live ORF eins) schon massiv unter Druck. Dass nur ein voller Erfolg die Chance auf die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien am Leben hält und somit das Duell mit den Zentralasiaten zum ersten Entscheidungsspiel mutiert, kann man im Vormittagstraining an so manchen Gesichtern richtiggehend ablesen. Nicht einmal der zurückgekehrte Bayern-Legionär David Alaba, sonst Stimmungskanone im Team, kann in den eineinhalb Stunden für echte Auflockerung sorgen. Der schneidende Ostwind, der über den Prater fegt, trägt das Seinige zur angespannten Stimmung bei.

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Vor einer Handvoll Zaungästen wird im Halbfeld, zunächst ohne Tore, der Ernstfall simuliert - sprich schnelles Kurzpass-Spiel auf engstem Raum, um die Lücke im kasachischen Abwehrriegel zu finden. "Jawohl, gut gespielt!", lobt nun Koller einen gelungenen Lochpass auf Martin Harnik.

Merklich noch schwer tut sich Rückkehrer Alaba: Mal springt der Ball unverhofft weg, mal lässt er ihn sich im Zweikampf wegspitzeln. Aber er bekommt bereits wieder die alte Team-Rolle als Ballverteiler im Mittelfeld zugeteilt. Dann eine Schrecksekunde: Nach einer abgerissenen Flanke hält der Bayern-Star kurz inne und greift sich an den verletzt gewesenen linken Fuß. Kurzes Humpeln - um dann beim nächsten Angriff lautstark den Ball zu fordern. Er bekommt ihn auch. Mit einem satten Schuss ins Kreuzeck bezwingt er Rapid-Goalie Lukas Königshofer. Ein Schuss Selbstvertrauen am Trainingsfeld.

Ob der 20-Jährige heute im Prater einlaufen wird, ist noch offen - aber durchaus im Bereich des Möglichen. Wiewohl Bayern-Trainer Jupp Heynckes in der Vorwoche noch skeptisch war, hat Koller Alaba auf der Rechnung, sogar von Beginn an. "Es fehlt ihm noch die Spielpraxis, aber wenn man nie spielt, bekommt man auch keine Spielpraxis", so Koller, der den Wiener als "absolut fit" bezeichnet. Eine endgültige Entscheidung wollte der Schweizer erst nach dem Abschlusstraining gemeinsam mit dem Trainerstab fällen.




Schlagwörter

WM-Qualifikation, ÖFB-Team

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-15 17:06:07
Letzte Änderung am 2012-10-16 13:03:27


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