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Update: 15.10.2012, 18:06 Uhr
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Keine "historische Feindschaft" zu der Türkei



  • These einer "historischen Feindschaft" ist wissenschaftlich nicht haltbar, sagt der Soziologe Haller.

Der Türkenschanzpark in Wien: Auf diesem Gelände hatten sich 1683 die Türken verschanzt. Die These, dass Fremdenfeindlichkeit gegen Türken in Österreich auf die weit zurückliegende Geschichte zurückzuführen wäre, ist wissenschaftlich nicht haltbar. - wien.gv.at/Kronsteiner/PID

Der Türkenschanzpark in Wien: Auf diesem Gelände hatten sich 1683 die Türken verschanzt. Die These, dass Fremdenfeindlichkeit gegen Türken in Österreich auf die weit zurückliegende Geschichte zurückzuführen wäre, ist wissenschaftlich nicht haltbar. wien.gv.at/Kronsteiner/PID

Wien/Türkei. Die Österreicher haben EU-weit die negativste Einstellung zu einem EU-Beitritt der Türkei: Je nach Umfrage befürworten ihn höchstens zehn Prozent. In einem Vortrag an der Akademie der Wissenschaften kritisierte der Soziologe Max Haller (Uni Graz) am Montag gängige Erklärungsmuster für diese ablehnende Haltung.

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Die These einer "historischen Feindschaft" ist für Haller unhaltbar, "weil es kein historisches Gedächtnis gibt, das so weit zurückreicht und weil Österreich und die Türkei heute ganz andere Staaten sind". Die Fremdenfeindlichkeit sei in Österreich auch nicht höher als anderswo, hier lebten verhältnismäßig viel mehr Ausländer als in den meisten anderen Staaten.

Die negative Einstellung resultiere aus einer allgemeinen EU- und Erweiterungsskepsis. Weiters würden in Österreich und Deutschland, wo die meisten Türken leben, viele Menschen erfahren, "dass interkulturelles Zusammenleben nicht so einfach ist. Das ist nicht Feindlichkeit, sondern hat mit schlechten Erfahrungen zu tun." Die Politik hätte mehr zur besseren Integration der Türken beitragen können.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-15 17:14:02
Letzte Änderung am 2012-10-15 18:06:31


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