• vom 22.10.2012, 10:32 Uhr

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Update: 22.10.2012, 10:35 Uhr
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Eröffnung des Denkmals in Berlin am Mittwoch

Sinti und Roma warnen vor Rassismus und Populismus in Deutschland



  • Zentralratsvorsitzender Rose sprach sich gegen Visumpflicht für Menschen aus Serbien und Mazedonien aus.

Die Eröffnung des Berliner Denkmals für die 500.000 von den Nazis ermordeten Sinti und Roma am kommenden Mittwoch sieht Rose als Verpflichtung für Staat und Gesellschaft in Deutschland. "Rassismus gegenüber Sinti und Roma muss genauso geächtet werden wie Antisemitismus. Daraus folgt, auch in tagespolitischen Debatten Verantwortung zu übernehmen", sagte er. - APAweb/dpa/Jörg Carstensen

Die Eröffnung des Berliner Denkmals für die 500.000 von den Nazis ermordeten Sinti und Roma am kommenden Mittwoch sieht Rose als Verpflichtung für Staat und Gesellschaft in Deutschland. "Rassismus gegenüber Sinti und Roma muss genauso geächtet werden wie Antisemitismus. Daraus folgt, auch in tagespolitischen Debatten Verantwortung zu übernehmen", sagte er. APAweb/dpa/Jörg Carstensen

Berlin. In der Debatte um den verstärkten Zustrom von Asylbewerbern vom Balkan warnt der Zentralrat der Sinti und Roma die deutsche Bundesregierung vor Rassismus und Populismus. "Jetzt eine Visumpflicht für Menschen aus Serbien oder Mazedonien einzuführen, wäre das falsche Signal", sagte der Vorsitzende Romani Rose den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Montag). "Ich warne vor Rassismus und Populismus. Es darf nicht von Hautfarbe oder Herkunft abhängen, wer nach Deutschland reisen darf", sagte Rose.

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Grundsätzlich sehe er zwar nicht, dass für Sinti und Roma aus Serbien oder Mazedonien Asylgründe in Deutschland bestünden. "Man sollte aber jeden Einzelfall sorgsam und nicht im Schnellverfahren prüfen", sagte Rose. Die Menschen machten sich auf den Weg nach Deutschland, weil sie in ihrer Heimat diskriminiert und ausgegrenzt würden. "Es gibt in Serbien und Mazedonien unvorstellbaren Rassismus", so der Vorsitzende der Verbandes.

Denkmal soll an Greueltaten erinnern
Die Eröffnung des Berliner Denkmals für die 500.000 von den Nazis ermordeten Sinti und Roma am kommenden Mittwoch sieht Rose als Verpflichtung für Staat und Gesellschaft in Deutschland. "Rassismus gegenüber Sinti und Roma muss genauso geächtet werden wie Antisemitismus. Daraus folgt, auch in tagespolitischen Debatten Verantwortung zu übernehmen", sagte er.

"Wir empfinden es als diskriminierend und rassistisch, wenn das Thema Asylmissbrauch in der Öffentlichkeit fast immer in Zusammenhang mit unserer Minderheit auftaucht." Darüber sollten alle nachdenken, "die mit populistischen Sprüchen auf die Jagd nach Wählerstimmen gehen und Sinti und Roma zu Sündenböcken für Kriminalität und hohe Arbeitslosigkeit erklären".




Schlagwörter

Berlin, Sinti und Roma

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-22 10:33:41
Letzte Änderung am 2012-10-22 10:35:40


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