In Bildern: MAK präsentiert zeitgenössische Kunst aus der Metropole am Bosporus
Auf der Suche nach Istanbul heute
Wien. (cra)
Unter dem Titel "Zeichen, gefangen im Wunder" begibt sich das MAK "auf die Suche nach Istanbul heute". Die Kuratoren Bärbel Vischer und Simon Rees bringen die Außensicht ein, 33 Künstler aus drei bis vier Generationen die Innensicht. Dass viele von ihnen zwar in Istanbul geboren wurden, aber heute nicht mehr dort leben, zeigt, wie gefragt die Kunst der türkischen Boom-Town auch international ist. Umgekehrt zieht es internationale Kunstschaffende in die Metropole am Bosporus. Allzu angestrengt sollte man aber nicht nach Gemeinsamkeiten Ausschau halten. Vielfalt ist Trumpf. "Die Ausstellung konzentriert sich bewusst auf das Individuelle", erläuterte Vischer.
Davon lassen sich mit Videos und Installationen, Malerei, Fotografie, Konzept- und Objektkunst auch viele Facetten entdecken. Immer wieder wird die wechselvolle Geschichte der Stadt zwischen den zwei Kontinenten reflektiert - am poetischsten und eindrücklichsten in der Installation "Fire Chronicles" von Sibel Horada. Die verheerenden Feuersbrünste, die zusammen mit allen politischen Umbrüchen und Migrationsbewegungen für das sich ständig wandelnde Bild der Stadt gesorgt haben, sind hier in Fotos und Objekten in einem nachdenklich stimmenden Setting vereint, angekohlte, hölzerne Fassadenteile inklusive.
Information: "Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute", Ausstellung in der MAK-Ausstellungshalle, Wien 1, Weiskirchnerstraße 3, Eröffnung heute, 19 Uhr, 23. Jänner bis 21. April, Di 10-22 Uhr, Mi-So 10-18 Uhr.
Link: mak.at