Meinl Bank und die Immo-Gesellschaft haben einander mit Milliardenklagen eingedeckt und kämpften darüber hinaus an zahlreichen juristischen Nebenfronten. Die Bank ist außerdem mit zahlreichen Klagen von Kleinanlegern konfrontiert, die mit MEL-Papieren Geld verloren haben.
Die nun geschlossene Vereinbarung sieht weiters vor, dass die Beilegung der Rechtsstreitigkeiten ohne gegenseitige Zahlungen - etwa Schadenersatz - erfolgt. Für die jeweiligen Anwaltskosten und Co. kommen die Streitparteien also selbst auf.
Die Meinl Bank und Atrium haben sich zudem darauf geeinigt, "auf Verpflichtungen zur Schad- und Klagsloshaltung aus bestehenden Vereinbarungen oder anderen Rechtsgründen durch die jeweils andere Partei zu verzichten."
Sämtliche Geschäftsbeziehungen gekappt
Überhaupt werden sämtliche noch bestehende Geschäftsverbindungen zwischen den beiden einst eng miteinander verstrickten Unternehmen aufgelöst. So wird die Meinl Bank auch ihre Funktion als Treuhänderin bei den Atrium-Anleihen zurücklegen. Anfang des Jahres war um einen Atrium-Bond ein skurriler Streit entbrannt, wobei das Geldhaus einen sogenannten Cross Default ins Treffen geführt hat.
"Die im Settlement-Agreement getroffenen Vereinbarungen und Verpflichtungen werden in den kommenden Monaten umgesetzt werden", so die Meinl Bank. Spätestens mit Ende Jänner 2012 sollen alle Schritte abgeschlossen und die Einigung in letzter Instanz rechtskräftig werden. (apa)