• Artikel vom 17.06.2011, 20:21 Uhr

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Update: 17.06.2011, 20:29 Uhr
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PD-Chef Pier Luigi Bersani und Apuliens Regionalpräsident Nichi Vendola würden bei Vorwahlen antreten

Italiens Opposition auf der Suche nach einem Berlusconi-Nachfolger


Von Rainer Mayerhofer

Trotzdem ist noch keineswegs ausgemacht, dass der Chef der stärksten Oppositionspartei, Pier Luigi Bersani von der Demokratischen Partei (PD) nach Wahlen automatisch neuer Regierungschef wird.

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Der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten wird vermutlich wie schon im Jahr 2005, als Romano Prodi aus einer Vorwahl unter sieben Kandidaten mit 74,1 Prozent als klarer Sieger hervorging, gewählt. Geregelt ist die Kandidatenwahl aber keineswegs und Vorwahlen sind weder gesetzlich noch in den Parteistatuten vorgeschrieben. Und die PD hat bei Vorwahlen schon erleben müssen, dass ihre offiziellen Kandidaten mit Pauken und Trompeten durchgefallen sind.

So hat etwa 2009 bei den Vorwahlen für die Regionalwahlen in Apulien der von der Rifondazione Comunista kommende amtierende Regionalpräsident Nichi Vendola, ein bekennender Homosexueller und Katholik, gegen den von der PD unterstützen Bewerber Francesco Boccia eindeutig den Sieg davongetragen und im März 2010 auch die Wiederwahl mit deutlichem Vorsprung geschafft.

SEL - Die neue ökologische Linke

Vendola hatte in der Zwischenzeit seine alte Partei verlassen und 2009 die Liste "Sinistra e Liberta" gegründet, mit der er bei den Europawahlen antrat. Im Dezember 2009 gab sich diese Partei, die ehemalige Mitglieder der in der PD aufgegangenen Linksdemokraten, der Rifondazione Comunista, der Grünen und Sozialisten umfasst, den Namen "Sinistra Ecologia Liberta" (SEL - Linke, Ökologie, Freiheit).

Der von der SEL unterstützte Kandidat Giuliano Pisapia konnte sich am 14. November 2010 bei den Vorwahlen für die Bürgermeisterwahl in Mailand gegen den von der PD unterstützten Architekten Stefano Boeri durchsetzen. Nach seiner Wahl zum Bürgermeister berief Pisapia seinen Gegenkandidaten vor kurzem in das Amt des Kulturstadtrates.

Wenig Freude machten der PD auch die chaotischen Ereignisse rund um die Vorwahl eines Bürgermeisterkandidaten in Mailand. Als man in letzter Not schließlich den Präfekten der Stadt, Mario Morcone auf den Schild hob, der auch von der SEL unterstützt wurde, war es zu spät. Der Bürgermeisterkandidat der Partei "Italia dei Valori" (IdV - Italien der Werte), der Staatsanwalt Luigi de Magistris verdrängte den PD-Kandidaten aus der Stichwahl und konnte letzten Endes im zweiten Wahlgang mit Unterstützung der PD und der Wähler der Zentrumsparteien einen überwältigenden Erfolg gegen den Berlusconi-Kandidaten Gianni Lettieri erringen.



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Dokument erstellt am 2011-06-17 20:21:22
Letzte Änderung am 2011-06-17 20:29:00


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