• vom 15.03.2010, 17:48 Uhr

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Studentendemos: Neue Schäden im Wiener Alten AKH


Von Christian Mayr

  • Historische Wände mit Dutzenden Sprüchen besprayt.
  • Veranstalter "natürlich" auf Distanz.
  • Wien. Nach der wochenlangen und letztlich sehr kostspieligen Besetzung des Audimax sieht sich die Universität Wien nun mit neuen Schäden konfrontiert: Im Zuge der jüngsten Studentendemos wurden die historischen Wände am Uni-Campus im Alten AKH mit Dutzenden Sprüchen vollgesprayt - großteils mit linksradikalem, Polizei-kritischem Inhalt; die Schmierereien richten sich aber auch gegen den sogenannten Bologna-Prozess. Da das Ensemble des Alten AKH unter Denkmalschutz steht, dürfte die Sanierung besonders teuer kommen - erwartet wird eine sechsstellige Euro-Summe.

Eine von vielen Schmierereien im Alten AKH. Foto: Mayr

Eine von vielen Schmierereien im Alten AKH. Foto: Mayr Eine von vielen Schmierereien im Alten AKH. Foto: Mayr

"Das ist alles sehr unerfreulich. Es wird sehr viel Aufwand und beträchtlich viel Geld für die Sanierung nötig sein", erklärt Universitätssprecherin Cornelia Blum. Nachsatz: "Geld, das die Uni dringend in anderen Bereichen brauchen würde."

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Derzeit werde der gesamte Schaden von Experten erhoben, eine endgültige Summe gebe es derzeit noch nicht. Ebenso konnten keine Täter - trotz eigenem Sicherheitsdienst - dingfest gemacht werden. "Wir haben daher bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt erstattet", so Blum, die allerdings von der Hochschülerschaft (ÖH) Unterstützung erwartet. Schließlich habe diese die Räumlichkeiten für den am Uni-Campus abgehaltenen, mehrtägigen Alternativgipfel ("Bologna Burns") angemietet.

"Reine Interpretation"

Seitens des Veranstalters von "Bologna Burns" weist man jede Verbindung zu den Tätern zurück: "Wir wissen nicht, wer es war. Das Alte AKH ist öffentlich zugänglich, ein Zusammenhang ist daher reine Interpretation", sagt ein Sprecher. Zwar nicht vom Inhalt der Sprüche, aber von den Schmierereien distanziert man sich "natürlich". Auffallend ist, dass einige Sprüche in Französisch und Italienisch abgefasst sind; am Gipfel nahmen Studenten aus ganz Europa teil.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2010-03-15 17:48:20
Letzte Änderung am 2010-03-15 17:48:00

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