• Artikel vom 11.03.2010, 18:47 Uhr

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AUA-Deal belastet Lufthansa-Bilanz


  • Lufthansa rechnet 2010 mit höherem Gewinn als 2009.
  • Flughafen Wien fertigte im Februar mehr Passagiere ab.
  • Frankfurt/Wien. Die Lufthansa sieht nach den Turbulenzen durch die Krise wieder Anzeichen für verbesserte Geschäfte und will heuer auf einen höheren Gewinn als im Vorjahr hinsparen. Der operative Gewinn der größten europäischen Fluggesellschaft soll heuer über dem Vorjahresniveau von 130 Millionen Euro liegen, sagte Firmenchef Wolfgang Mayrhuber auf der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag. Ein deutlich höheres operatives Ergebnis erwartet der Vorstand erst für 2011.

Gelingen soll dies mit Hilfe des im Vorjahr begonnenen Sparprogramms. Die neu gekauften Töchter British Midland Airways (BMI) und Austrian Airlines (AUA) dürften aber auch heuer noch operative Verluste schreiben. Im Vorjahr hatte die AUA seit der Übernahme im Herbst einen Verlust von 31 Millionen Euro angehäuft, BMI drückte mit einem Verlust von 78 Millionen Euro auf die Lufthansa-Bilanz.

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Austrian soll es 2011 operativ in die Gewinnzone schaffen, BMI ab 2012. "Das Ergebnis ist natürlich alles andere als befriedigend. Es verdeutlicht, dass noch viel Arbeit vor uns liegt", kommentierten die Austrian-Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik die AUA-Ergebniszahlen. "Wir sehen, dass unsere Maßnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2009 begonnen haben zu greifen. Aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen und müssen unser Sanierungsprogramm in 2010 weiter konsequent umsetzen."

Mehr Synergien erwartet

Die Lufthansa verspricht sich von der Integration ihrer neuen Ableger AUA, BMI und Brussels Airlines Kosteneinsparungen in Höhe von 180 Millionen Euro. Bei der AUA schätze er das Synergiepotenzial auf 100 Millionen Euro, sagte Finanzvorstand Stephan Gemkow. Bisher hatte das Management lediglich 80 Millionen Euro erwartet.

Da Geschäftsreisende auf günstigere Buchungsklassen ausgewichen sind, hat das Passagiergeschäft (ohne Töchter) 2009 einen Verlust von 107 Millionen Euro geschrieben. Lediglich die Konzerntöchter Swiss und Germanwings schrieben schwarze Zahlen. Die Fluglinien unter der Marke Lufthansa sowie die neuen Ableger AUA und BMI rissen die Passagiersparte knapp in die Verlustzone.

Eine Besserung im Europaverkehr ist vorerst nicht in Sicht, erklärte das Unternehmen. Der "enorme Wettbewerbsdruck" werde hier anhalten, prognostizierte Mayrhuber. Der Langstreckenverkehr dürfte sich hingegen nach Einschätzung des Unternehmens spürbar besser entwickeln.

Nicht zuletzt seien auch die laufenden Lohnkonflikte, etwa mit den Piloten, ein Risiko für das Ergebnis. Der Pilotenstreik Ende Februar, der den Flugplan mehrere Tage lang durcheinander gebracht hatte, hatte die Lufthansa 48 bis 50 Millionen Euro gekostet. Die wieder aufgenommenen Verhandlungen mit den Piloten laufen noch - bisher ohne Ergebnis.

Flughafen Wien mit Plus

Der Flughafen Wien hat im Februar um 5,4 Prozent mehr Passagiere abgefertigt als im Vorjahresmonat. Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg auf 1,2 Millionen Fluggäste - im Februar 2008 waren es allerdings noch 1,4 Millionen Personen gewesen. Die Flugbewegungen (Starts und Landungen) gingen um 0,4 Prozent zurück, die Fracht stieg um 25,7 Prozent, so der Flughafen.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2010-03-11 18:47:25
Letzte Änderung am 2010-03-11 18:47:00


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